Mannheim

Soziales Zum 18. Mal bietet die Stadt den Familienpass an / Zahl der Anträge stabil

Freizeit günstiger gestalten

Der Familienpass wird volljährig: Zum 18. Mal gibt es den speziellen Mannheimer Ausweis, mit dem Familien vergünstigt oder gratis ein umfangreiches Angebot in den Bereichen Freizeit, Kultur und Sport erhalten. Die Bandbreite reicht von Theater, Puppenspiel und Zirkus über Schwimmbad- und Sportveranstaltungen hin zu Museen und Parkanlagen. Bürgermeisterin Felicitas Kubala, verantwortlich für Bürgerservice, sowie Bildungs- und Familienbürgermeister Dirk Grunert stellten den Familienpass 2020 gemeinsam in der Stadtbücherei vor.

Begehrte Stadtbibliothek

„Dies trägt dazu bei, Teilhabegerechtigkeit in der Stadt umzusetzen. Der Familienpass ermöglicht auch Menschen mit geringen materiellen Möglichkeiten die Nutzung unserer vielfältigen kommunalen Angebote“, betonte Grunert. Begehrt sei vor allem das Angebot der Stadtbibliothek: Ein Gutschein für eine Jahresgebühr für Familien – normalerweise kostet sie allein für einen Erwachsenen 18 Euro.

Bürgermeisterin Felicitas Kubala erklärte, dass die Anträge beim Familienpass „stabil auf hohem Niveau“ seien. Die Online-Bestellungen nehmen zu, und neu sei in diesem Jahr, dass die Variante „plus“ für Bedürftige auch im Internet bestellt werden könne. Familienpass-Koordinatorin Anna Argiantzis erklärte, dass es ähnliche Angebote in der Region nicht gebe, allerdings etwa in Stuttgart, Tübingen oder Karlsruhe: „Meistens sind die Angebote einkommensabhängig.“ Dass alle Familien profitieren wie in Mannheim, ist also etwas Besonderes. Neu dabei sei die Kunsthalle: Erwachsene, die mit Kindern kommen, zahlen zwei Euro weniger Eintritt.

Der Gemeinderat stellt für den Familienpass 426 000 Euro zur Verfügung, für die Variante „plus“ zusätzlich 25 000 Euro. Die Kosten entstehen vor allem buchhalterisch, weil eine Gratis-Eintrittskarte oder Rabatt sozusagen als entgangener Eintrittspreis gilt.

Partner tragen Kosten

Auch einige Firmen und Vereine bieten Rabatte mit Gutscheinen. Laut Grunert erhalten sie von der Stadt kein Geld, „die Kooperationspartner tragen die Kosten für ihre Angebote selbst“. Teilnehmer sind unter anderem die Reitschule Schaubert, der TSV Mannheim Hockey, die Baseballer der „Tornados“, der Trommelpalast in Käfertal und der Badische Rennverein.

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