Mannheim

Fünfmal mit Messer auf Ehefrau eingestochen – Anklage wegen Verdacht des versuchten Mordes

Archivartikel

Mannheim.Wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung hat die Staatsanwaltschaft Mannheim gegen einen 54-jährigen Bulgaren Anklage erhoben. Ihm wird zur Last gelegt, im Oktober des vergangenen Jahres in Mannheim seine Ehefrau mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt zu haben.

Insgesamt fünfmal soll der Beschuldigte auf seine langjährige Ehefrau eingestochen haben. Der zum Tatzeitpunkt 53-Jährige habe die Geschädigte am 13. Oktober 2019 zunächst zur Rückkehr bewegen wollen, nachdem die Ehefrau im September 2019 aus der gemeinsamen Wohnung in Ludwigshafen aus- und bei der Schwester in Mannheim eingezogen war. Sein Anliegen hatte bei der Frau jedoch keinen Erfolg.

Not-OP rettet Leben der Frau

Als sie das Anwesen gegen 15.20 Uhr verließ, lauerte der Beschuldigte der Frau auf und folgte ihr mit einem Küchenmesser. Von hinten soll er die Geschädigte daraufhin im Bereich des Hauseingangs angegriffen und schließlich mit Tötungsvorsatz und großer Wucht auf sie eingestochen haben. Durch eine Notoperation wurde das Leben der Frau gerettet, nachdem einer der fünf Stiche eine Arterie nahe der Niere getroffen hatte.

Als Mordmerkmale werden Heimtücke und niedrige Beweggründe genannt. Als Motiv für die Tat wird in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft aufgeführt, dass der Angeschuldigte gekränkt gewesen sein soll, weil er ein Verhältnis seiner Ehefrau mit einem anderen Mann vermutet habe. Zudem habe der 54-Jährige nicht gewollt, dass seine ehemalige Partnerin ihn endgültig verlässt.

Seit der Tat und anschließender Festnahme befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Mannheim entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens.