Mannheim

Marktplatz Mut-Tour will Stigmatisierung beenden

Für mehr Offenheit bei Depressionen

Die sogenannte Mut-Tour engagiert sich für mehr Leichtigkeit bei einem schweren Thema: Die bundesweit siebte Anti-Stigma-Tour von Hildesheim bis Münster setzt sich für einen offenen Umgang mit Depression ein. In diesem Jahr machte die Aktion auch erstmals Station in Mannheim. Per Fahrrad, Tandem, Kajak oder zu Fuß wird seit dem 16. Juni bis zum 2. September insgesamt eine Wegstrecke von etwa 5200 Kilometer zurückgelegt. In verschiedenen Etappen durch rund 60 Orte beteiligen sich Menschen mit und ohne Depressionserfahrung, um gemeinsam aktiv zu sein, Natur zu erleben und ihre Geschichte zu erzählen.

Auch Ursula Frenz, die Mannheimer Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung, unterstützt die Kampagne und begleitete einen Teil der Strecke auf dem Fahrrad bis zum Marktplatz. Sie radelte von Seckenheim aus in die Mannheimer Innenstadt. Dort begrüßte sie die ankommenden Tandem-Teams und Mitfahrenden gemeinsam mit Stadtrat Raymond Fojkar (Grüne). Auf dem Marktplatz standen Beratungsstellen und Angebote der Selbsthilfe wie etwa der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) und der Gesundheitstreffpunkt für Informationen bereit. Die Band „Faltenrock“ untermalte das Ganze musikalisch. „Es war eine super Veranstaltung für ein wichtiges Thema“, sagte Helene Aumüller (SpDi) im Gespräch mit dieser Zeitung. Eine Wiederholung in zwei Jahren sei geplant.