Mannheim

Für mehr Sicherheit im Stadtteil - große Razzia in Mannheim

Archivartikel

Mannheim.Geldwäsche, Drogenhandel, Förderung der Prostitution sowie Verstöße gegen das Arzeimittel- und Waffengesetz - unter anderem wegen dieser Delikte ermittelt die Polizei gegen fünf Verdächtige nach einer großen Gaststätten-Razzia in der Mannheimer Neckarstadt. Es wurden insgesamt 42 Personen kontrolliert und Identitäten festgestellt, Festnahmen gab es zunächst nicht.

"Es handelte sich um eine präventive Aktion zur Gefahrenabwehr", erläuterte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Der Stadtteil sei zwar in der Kriminalstatistik kein besonderer Schwerpunkt. Es gehe aber um kriminelle Strukturen mit einem großen Dunkelfeld. Auch fühlten sich viele Anwohner durch Verwahrlosung, Müll und Delikte wie Körperverletzung zunehmend verunsichert.

Am Donnerstagabend durchkämmten 140 Polizisten deshalb fünf Gaststätten in der Neckarstadt-West. Ein Mann, der beim Eintreffen der Fahnder noch Drogen schluckte, wurde mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Welche Drogen er in welcher Menge zu sich nahm, war zunächst nicht bekannt.

Die Polizei geht davon aus, dass in den Gaststätten in der Mittelstraße, in der Lutherstraße und der Langstraße Straftaten geplant wurden und dass sie Rückzugsorte für Kriminelle sind. Sie waren nach früheren Ermittlungen gegen eine Einbrecherbande ins Visier der Polizei geraten. Anfang August waren drei Männer auf frischer Tat nach einem Einbruch in eine Shisha-Bar in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) ertappt worden. Sie sind seitdem in Untersuchungshaft.

In den Einsatz eingebundene Beamte der Stadt Mannheim stellten insgesamt 20 Rechtsverstöße, etwa gegen das Baurecht, das Jugendschutzgesetz, das Gaststättengesetz, die Gewerbeordnung, die Hygieneverordnung und das Landesnichtrauchergesetz fest. Eine der Gaststätten verstieß gegen die Allgemeinverfügung der Stadt Mannheim im Umgang mit Wasserpfeifen (Shishas) in Gewerberäumen.

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