Mannheim

Empfang Närrische Sitzung der SPD-Gemeinderatsfraktion im Franziskussaal / Traditionstermin findet zum 19. Mal statt

Gardetanz und Büttenspaß

„Ahoi hier in Mannheim, Ahoi euch im Saal, ich grüß’ euch als roter Hoffnungsstrahl“: Mit diesen Worten eröffnete SPD-Stadtrat Thorsten Riehle den traditionellen Fasnachtsempfang der „roten Socken“. Der närrische Termin der SPD-Gemeinderatsfraktion im Franziskussaal auf dem Waldhof fand bereits zum 19. Mal statt. Zusammen mit Stadtratskollegin Andrea Safferling und dem Hausherrn des närrischen Franziskussaales, dem Vorsitzenden des Carneval Clubs Waldhof (CCW) Stefan Höß, führte Riehle durch das Programm der abwechslungsreichen Veranstaltung.

Bei der sehenswerten Bühnenshow glänzten die Garden des CCW, allen voran die sieben jungen Frauen der Aktivengarde mit ihrem Marschtanz, trainiert von Andre Pascarella. Alina Gräff bezauberte mit ihrem Mariechen-Solo, das Trainerin Sabrina Neuwirth choreografiert hatte. Auch beim Schautanz der Aktivengarde wirbelten die Tänzerinnen gekonnt über die Bühne: Sie änderten kurzerhand die Schöpfungsgeschichte von Adam und Eva einfach zu Eva und Adam um. Trainiert wird die Gruppe von Denise Wörner, Andre und Manuela Pascarella.

Als besonderen Höhepunkt – und Seitenhieb auf die Diskussion um den Sarotti-Mohren – kündigte Stefan Höß den „Verpackungskünstler“ und Capitol-Chef Thorsten Riehle an. In seiner Bütt sprach der SPD-Stadtrat zahlreiche politische Diskussionen an und nahm auch die Landtagswahl in Thüringen aufs Korn: „Die Gelben sind außer Rand und Band, das ist kein Vorbild für unser Land.“ Das Ringen um den CDU-Vorsitz nach dem Rücktritt von Annegret Kramp-Karrenbauer thematisierte Riehle ebenfalls.

Gegen Fremdenhass

Der Capitol-Chef reimte gegen Fremdenhass und Verunglimpfungen – und lieferte die Lösungen gleich dazu: „Denn unser Mannem lässt sich nur mit allen gestalten, mit Moslems und Türken, mit Jungen und den Alten. Doch halt ein und sei nicht dumm, willkommen, ist jeder, dessen Herz schlägt um den Wasserturm rum.“ Auch sich und die SPD nahm Riehle aufs Korn: „Mir kommt es so vor, als hätten die viel gelernt von uns Roten, von meiner Partei, die manch einer schon wähnte bei den Toten.“ Für seine emotionale Bütt erhielt Riehle lang anhaltenden Applaus von den Mitgliedern der Karnevalsvereine.

Die Gäste kamen aus allen Stadtteilen und der Region auf den Waldhof: aus Friedrichsfeld kamen die Schlabbdewel, die Insulaner aus Ilvesheim gastierten mit ihrer Kinderprinzessin, und aus dem Mannheimer Norden begrüßte die SPD neben der Karlsterner Hexenzunft auch die Karnevalsgesellschaft Grün-Weiss nebst Lieblichkeit. Auf den Weg über den Rhein aus Ludwigshafen hatten sich die „Mauerblümcher“ des CCL gemacht. Unter den Gästen war übrigens auch die politische Konkurrenz zu finden: Alexander Fleck, CDU-Gemeinderat, Ex-Stadtprinz der Stadt Mannheim und des Feuerio sowie Senator beim CCW, stattete den Genossen einen Besuch ab. Freudig empfangen wurde das amtierende Mannheimer Stadtprinzenpaar Maren-Michelle I. und Naro I.

Orden vom Stadtprinzen

Andrea Safferling erhielt von Naro den auf 111 Stück limitierten Ehrenorden des Stadtprinzenpaares mit den Worten: „Du liebscht misch, un isch lieb Disch.“ Der singende Prinz verabschiedete sich mit dem Lied „Volare“ – und wurde vom Publikum und seiner Gardebegleiterin Georgia lautstark begleitet.

Musikalisch trug auch das Duo „Einfach wir“, Petra Ehmann und Alex Schmidt, zum Programm bei. Bei Fasnachts-Hits wie „Cordula grün“, „Im Wagen vor mir“ oder „Griechischer Wein“ feierte der ganze Saal. Andrea Safferling, die den Empfang vor 19 Jahren ins Leben gerufen hatte, bedankte sich mit Thorsten Riehle beim CCW für die deftige und süße Verpflegung.

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