Mannheim

Arbeitsmarkt Quote in Mannheim liegt im Juni bei 5,3 Prozent / Situation „stabil und dynamisch“

Gastronomie mit vielen Stellen

Archivartikel

Eine konjunkturelle Abschwächung erkennt die Bundesagentur für Arbeit bei der Analyse der Arbeitsmarktdaten für den Juni. Dagegen kann die Agentur für Arbeit in Mannheim diesen Trend noch nicht ausmachen: „Der Arbeitsmarkt in Mannheim ist stabil und dynamisch“, sagt Gerhard Grieshaber, Sprecher der Agentur für Arbeit in Mannheim, bei der Vorstellung der Zahlen am Montag. „Das belegen die Zahlen der Zu- und Abgänge auf dem Arbeitsmarkt.“

Ob bei Frauen, Männern, Jugendlichen, Langzeitarbeitslosen oder Ausländern: „Es profitieren alle Personengruppen“, ergänzt der operative Geschäftsführer, Horst Oelschläger. Auch bei älteren Arbeitslosen, insbesondere bei Fachkräften, gebe es einen Rückgang – ein Indiz dafür, dass ihre Erfahrung noch gefragt ist. Zudem spüre man, dass Firmen das von der Agentur für Arbeit unterstützte Programm zur Qualifizierung älterer Mitarbeiter nutzten.

Die Arbeitslosenquote in Mannheim lag im Juni bei 5,3 Prozent – ein Plus von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresmonat, aber ein Rückgang von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Mai 2019. Dieser resultiert aus einer Datenbereinigung der Jobcenter im vergangenen Monat (wir berichteten), der in der Statistik zu einem starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen geführt hatte. Die Statuskorrekturen sollen in Zukunft fortlaufend erledigt werden, um solche großen Abweichungen zu vermeiden.

Fachkräfte fehlen

Weiterhin hoch ist die Zahl der offenen Stellen: Diese betreffen vor allem die Zeitarbeit – für Oelschläger ein weiteres Indiz für viel Dynamik. Einen deutlichen Anstieg gab es, wie traditionell im Sommer, bei Stellen im Gastgewerbe. Oelschläger vermutet auch einen Zusammenhang mit den neuen Planken und einigen neuen Gastronomiebetrieben, die sich dort angesiedelt haben.

Wenig Bewegung gibt es dagegen im Bereich der Alten- und Gesundheitspflege. „Der Bewerbermarkt ist leer“, so Oelschläger. Viele Pflegeberufe seien reformiert worden, außerdem gebe es eine hohe Fluktuation, etwa, wenn der Berufsalltag stark von den Inhalten der vorausgegangenen Ausbildung abweiche.