Mannheim

Diskussionsrunde Verfolgung von Sinti und Roma

Gedenken an Deportation

Bei einer Diskussionsrunde des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma am Donnerstag, 16. Mai, soll es unter anderem um die Verfolgung und den Widerstand von Sinti und Roma während der Zeit des Nationalsozialismus gehen. Zwischen 12.30 und 14 Uhr tauschen sich im Friedrich-Walter-Saal des Marchivum (Archivplatz 1) mehrere Gastredner zu dem Thema aus.

Kristina Vagt, Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, erzählt, wie ein Deportations-Gedenkort in Hamburg entstanden ist. Der Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Uwe Neumärker, berichtet über die Bündnisarbeit gegen Antiziganismus. Karola Fings, stellvertretende Direktorin am NS-Dokumentationszentrum Köln, setzt sich für ein wissenschaftliches Gedenken ein. Auch Ulrike Lorenz, Direktorin der Mannheimer Kunsthalle, nimmt an der Diskussion teil und thematisiert die Entwicklung der Gegenwartskunst bezüglich des Gedenkens.

Im zweiten Teil findet ein Gesprächskreis statt. Beginn ist um 18 Uhr im Kulturhaus RomnoKher (B7, 16). Anlass der Veranstaltungen ist das Gedenken an die erste familienweise Deportation von Sinti und Roma. Außerdem jährt sich der Tag des Widerstandes der Internierten des „Zigeunerlagers“ im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. df