Mannheim

Pogromnacht Kirchen erinnern an Synagogenzerstörung

Gedenken im Gottesdienst

Mit Gottesdiensten wird am Samstag, 9. November, der Reichspogromnacht gedacht, bei der 1938 auch die Mannheimer Hauptsynagoge in F 2 zerstört wurde: Um 19 Uhr lädt der Arbeitskreis Christlicher Kirchen und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit zu einem Gedenkgottesdienst in die CityKirche Konkordien ein.

Der Gottesdienst in der CityKirche Konkordien um 19 Uhr wird von Schülern des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums sowie des Seckenheimer Singkreises gestaltet. In der Johanniskirche auf dem Lindenhof sind im Gottesdienst um 18 Uhr mit dem Titel „Sie blieb dort für immer und ewig“ Worte von Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück zu hören. Pfarrerin Susanne Komorowski wird Yolanda Diefenbach mit Improvisationen am Saxofon begleiten.

Raub und Plünderung

Gemessen an der Gesamtbevölkerung hatte Mannheim vor dem Krieg die größte jüdische Gemeinde im heutigen Baden-Württemberg. Viele ihrer Mitglieder überlebten den Terror der Nazi-Zeit nicht. Die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung hatte mit der Reichspogromnacht 1938 ihre erste flächendeckende Konkretion: Von den nationalsozialistischen Machthabern veranlasst, wurden im ganzen Land mehr als 1500 Synagogen niedergebrannt, Fensterscheiben zerschlagen, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört. Es folgten Raub, Plünderung, Totschlag und Mord. dv

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