Mannheim

Prävention Video-Clip warnt Eltern und Kinder

Gefahren lauern im digitalen Netz

Archivartikel

Wie verbringen Kinder ihre Zeit im digitalen Raum und wie können ihre Eltern sie dabei begleiten? Aus einer Kooperation zwischen dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) Mannheim und der Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg ist ein kurzer Video-Clip entstanden, der zwei aktuelle digitale Themenfelder verknüpft.

Wie das IDS gestern informierte, thematisiert der dreiminütige Clip, dass Kinder auch in digitalen Spielen mit Chatfunktionen mit unbekannten Mitspielern konfrontiert werden können. Insbesondere wird dabei auf das Risiko des sogenannten Cybergroomings - also der Anbahnung des sexuellen Missbrauches von Kindern über onlinebasierte Medien - eingegangen.

Im ersten Teil des Clips wird daher gezeigt, dass Eltern und Kinder zu Recht sensibel sind, wenn auf einem Spielplatz unbekannte Erwachsene Kinder ansprechen. "Ist der Spielplatz für jeden Besucher auch wirklich nur ein Platz zum spielen?", fragen die Autoren. "Papa, Papa, da ist ein komischer Mann", reagiert das kleine Mädchen richtig, als sie von einem Unbekannten angesprochen wird. Und der Vater informiert die Polizei.

Risiken des Internets

Im zweiten Teil wird dargestellt, dass diese Schutzmechanismen jedoch versagen, wenn Unbekannte in Onlinespielen mit den Kindern interagieren. Hier will ein Verdächtiger, der sich als Zwölfjähriger ausgibt, mit dem Sohn über einen Messenger Bilder im Internet tauschen.

Im abschließenden dritten Teil werden Tipps und Hinweise sowohl für Kinder als auch für die Eltern gegeben, die auch gut als Diskussionsgrundlage für eine Auseinandersetzung mit den Kommunikationsrisiken von Onlinespielen dienen können. "Ich halte es für besonders wichtig, dass Kinder in einer Online-Umgebung nicht allein unterwegs sind," sagt Linguistin Konstanze Marx vom IDS. Mit der Sprachwissenschaftlerin und dem Kriminologen Thomas-Gabriel Rüdiger vom Institut für Polizeiwissenschaften der Brandenburger Polizei-Fachhochschule lag die wissenschaftliche Leitung in den Händen von zwei Fachexperten für Medienkompetenz und digitale Risiken. tan