Mannheim

Evangelische Kirche Monika Hautzinger wechselt zum Oberkirchenrat in Karlsruhe – bleibt der Neckarstadt aber verbunden / Gottesdienst am Sonntag um 14 Uhr

Gemeinde verabschiedet Beinah-„Superpfarrerin“

Archivartikel

Dekan Ralph Hartmann verabschiedet sie an diesem Sonntag, 12. Januar: Pfarrerin Monika Hautzinger verlässt nach fünf Jahren die evangelische Gemeinde in der Neckarstadt und wechselt zum Oberkirchenrat in Karlsruhe. Dort übernimmt sie eine neue Aufgabe im Bereich digitale Kommunikation. Der Abschiedsgottesdienst in der Melanchthonkirche beginnt um 14 Uhr.

„Es war eine zu 100 Prozent schöne Zeit in der Neckarstadt“, sagt Pfarrerin Hautzinger, „und jetzt freue ich mich zu 100 Prozent auf Karlsruhe.“ Vor fünf Jahren kam sie in die größte evangelische Gemeinde Mannheims, wo sie eine halbe Stelle als Gemeindepfarrerin antrat. Mit der anderen Hälfte war sie im Oberkirchenrat Karlsruhe im Projekt „Wo unser Herz brennt. Qualitätsentwicklung im Gottesdienst“ tätig. Diese spezifische Projektarbeit behält sie bei, ergänzt um eine halbe Stelle im Zentrum für Kommunikation im Oberkirchenrat.

In der Neckarstadtgemeinde war sie als Vorsitzende des Ältestenkreises in alle Belange der sangesfreudigen und stark von der Kirchenmusik geprägten Gemeinde eingebunden. Ihr Markenzeichen, so der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Ältestenkreises, Wolfgang Töpfer, seien die abwechslungsreichen Gottesdienste gewesen. Als Seelsorgerin war sie geschätzt. Insgesamt keine „fehlerlose Superpfarrerin, aber ziemlich nah dran“, so Töpfer. Als Trost bleibe, „dass die Gaben, von denen wir bisher fast allein profitiert haben, in Zukunft allen Gemeinden in Baden zugutekommen“.

Pfarrerin Hautzinger bleibt der Neckarstadt verbunden. Sie spielt weiterhin im Posaunenchor der Gemeinde und bleibt mit ihrer Familie in Mannheim wohnen. Es war für sie „eine wirkliche Besonderheit“, so rasch willkommengeheißen zu sein. „Ich musste keine Testphase durchlaufen“, sagt sie rückblickend. Besonders bewegt haben sie die Gemeindereisen nach Herrnhut, nach Mecklenburg-Vorpommern und nach Walsrode mit einer Gruppe, die sich aus dem Stadtteil, aus dem Gottesdienst und aus der Gemeinde kannte. Stark beschäftigt hat sie auch die Diskussion um Gebäude der Evangelischen Kirche, die deutlich macht, wie wichtig Räume der Begegnung sind. Es sei spürbar, „was Veränderungen und Aufbrüche bei den Menschen bewegen und sie auch zögern lassen“, sagt Hautzinger rückblickend.

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