Mannheim

Innenstadt Mannheimer zeigen Protest nach Wahl in Erfurt

Gemeinsam gegen Faschismus

Archivartikel

Deutschlandweit hatten Tausende Menschen gegen die Wahl von FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen protestiert – auch in Mannheim. Die Mannheimer Linke rief für Donnerstag um 17 Uhr zu einer Kundgebung unter dem Titel „AFDP stoppen: Gegen Weimarer Verhältnisse in Thüringen“ auf, unterstützt von vielen weiteren Gruppierungen, wie die „Seebrücke Mannheim“, die Grünen, die SPD oder „Frauen gegen Rechts“. Weit mehr als hundert Menschen kamen auf den Mannheimer Paradeplatz zusammen.

„Es ist eine absolute Unverschämtheit, dass auf deutschem Boden wieder jemand von Faschisten an die Macht gewählt wird. Das bleibt auch trotz Kemmerichs Rücktritt unverzeihlich“, sagt Kai-Uwe Herrenkind, Koordinator der Mannheimer Juso-Hochschulgruppe. „Alle zusammen gegen den Faschismus“, rufen die Demonstranten und schwenken dabei ihre Europa- und Regenbogen-Flaggen. Auch die Mannheimer „Omas gegen Rechts“ haben sich am Rand der Kundgebung versammelt. „Uns ist der Anstand in der Gesellschaft wichtig, und wer sich von Faschisten wählen lässt, hat keinen Anstand“, findet Tanja Hilton.

Karlheinz Paskuda spricht am Donnerstagabend für die Gruppe „Aufstehen gegen Rechts“. Jeder müsse intensiv und massiv daran arbeiten, dass unsere Gesellschaft nicht weiter nach rechts abdrifte, ruft er inmitten der Menschen. „An dieser Gefahr hat sich durch den heutigen Rückzug der FDP nichts geändert.“ Es folgt Applaus, die Demonstranten halten ihre Plakate in die Luft. Den Satz „Keinen Fußbreit den Faschisten“ liest man auf fast jedem von ihnen.

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