Mannheim

Verkostung Jürgen David und Uli Sander zeigen in der Kantine des „Mannheimer Morgen“, wie gut ihre Produkte zueinander passen

Gereiftes Steak trifft handgemachtes Bier

Fleisch und Bier. Welch eine Kombination! Vor allem, wenn das Steak in einer Salzkammer trocken gereift ist – und das Bier aus einer feinen Maufaktur kommt. Am Montag, 26. November, ab 19 Uhr veranstaltet der „Mannheimer Morgen“ einen besonderen Abend in seiner Kantine: Zwei Enthusiasten, Jürgen David, deutschlandweit für „Dry-Aged-Beef“ bekannt, und Uli Sander, Chef einer Biermanufaktur, zeigen bei einer Verkostung, wie gut unterschiedliche Fleischsorten und Biere miteinander harmonieren können.

„Wir werden sechs verschiedene Fleischsorten mit wiederum sechs verschiedenen Biersorten zusammenbringen“, sagen David und Sander. Dabei gehe es darum, zu erleben, wie sich die vielfältigen Geschmacksrichtungen ergänzten, ja sogar zu kulinarischen Höhenflügen geleiten könnten. „Es wird Fleisch vom Duroc-Schwein aus Freilandhaltung geben, kernige Stücke vom Rumpsteak vom Donnerberg und zarte von der Rubia Gallega“, sagt David. Die „alte Kuh“ ist weltbekannt und sehr begehrt, jedoch gibt es nicht sehr viele davon. „Wir haben uns vor Ort im spanischen Galizien umgesehen, und die Bauern, die Haltung und der Schlachthof haben uns überzeugt“, erklärt der Metzgermeister. Mehr will er aber noch nicht verraten.

David ist ein richtiger Lifestyle-Metzger, der Fleisch veredelt und aus der ohnehin schon guten Qualität noch mehr herausholt. Der 42-Jährige war einer der Ersten in Deutschland, der Fleisch wochenlang in seiner speziellen Kammer mit Salzwänden trocken reifen ließ. Das Geschäft in Worms hat er von seinen Eltern aus fünfter Generation übernommen – und sehr hochwertig renoviert. Im Nachbarhaus präsentiert er seit kurzem in seiner „Hall of Beef“ seine Produkte „gebührend, wie in einer ,Hall of Fame’“.

Der Abend in der Kantine des „Mannheimer Morgen“ soll keine steife Veranstaltung werden. Jürgen David wird viel erklären, die Gäste mit einbinden und natürlich die Fragen rund ums Fleisch beantworten.

Alles Wissenswertes rund ums Bier wird Uli Sander erzählen. Der 43-Jährige kommt auch aus Worms – und stammt aus einer Winzerfamilie. Der Diplom-Braumeister, der viele Jahre weltweit als Konstruktionsleiter für Filteranlagen, Brauereien aufgebaut hat, wollte schon sehr lange sein eigenes Bier brauen. Mit viel Liebe und Herzblut. „Im Jahr 2012 war es dann endlich soweit, auf dem Weingut meiner Eltern in Mettenheim“, sagt Sander. Ein Winzersohn wird Bierbrauer. Und heute ist er so erfolgreich, dass die Spitzengastronomie der Region fast durchweg seine Biere auf der Karte hat.

Der Erfolg sorgte auch dafür, dass zu Hause bald alles zu klein wurde, ein Umzug in eine Halle wurde nötig. Inzwischen stellt Uli Sander – saisonale und mit viel Kreativität geschaffene – Sorten her, die eine würzig-kräftige Note, fast schon einen typischen Sander-Geschmack haben. Das „Yankee“ zum Beispiel, ein bernsteinfarbenes American Amber Ale. „Es hat eine feine Grapefruitnote mit filigraner Malzigkeit“, sagt der Braumeister. Oder das im Rumfass gelagerte „Caribbean Pearl“, das eine hochkarätige Harmonie mit der „Alten Kuh“ eingehen wird. Und natürlich kommen auch Pils-Freunde auf ihre Kosten – und dürfen vom „No.1“ probieren. In jedem Fall wartet auf die Gäste in der „MM“-Kantine ein abwechslungsreicher – und sehr genussreicher – Abend.

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