Mannheim

Konversion Bock Baukunst insolvent / MWSP entspannt

„Geschehen verändert nichts“

Die Bock Baukunst Development GmbH, eine Tochter der Tom Bock Gruppe (Frankfurt), hat am 20. November Insolvenz angemeldet. Auswirkungen auf die Entwicklung des Turley-Geländes sieht die städtische Projektentwicklungsgesellschaft MWSP aber nicht. Die Tom Bock Gruppe (TBG) hatte große Teile des Turley-Areals von der MWSP gekauft und vor allem die alten Kasernengebäude modernisiert.

„Das Bemühen der MWSP, Turley weiter zu entwickeln, wird durch das aktuelle Geschehen nicht verändert, so Unternehmenssprecher Christian Franke gegenüber dem „MM“. Die Insolvenzbekanntmachung betreffe das Vertragsverhältnis über den Erwerb von Turley nicht. Grund: Die insolvente Gesellschaft sei weder unmittelbar noch mittelbar Partei des Kaufvertrages Turley gewesen. Dies gelte auch für Sullivan auf Franklin. Dort hatte es ebenfalls Vereinbarungen zwischen der MWSP und der Tom Bock Gruppe gegeben, Flächen zu entwickeln.

Alle Verträge gekündigt

Franke ergänzt, dass die Tom Bock Gruppe beziehungsweise die zu der Gruppe gehörende SoHo Turley Development GmbH noch einige Projekte auf Turley habe. Die Rechtsposition der MWSP in der Auseinandersetzung mit dem Frankfurter Unternehmen werde durch die Insolvenzbekanntmachung nicht beeinflusst. Die TBG besteht aus einer Vielzahl von Unternehmen. Die MWSP hatte im Juni alle Verträge mit der TBG gekündigt, weil sie der Meinung war, dass das Unternehmen vereinbarte Leistungen nicht mehr erbringe.

Die Tom Bock Gruppe beantwortete keine der Anfragen dieser Zeitung zur Insolvenz. Auch die mehrfach angefragte Kanzlei Brinkmann & Partner (Frankfurt), die den vorläufigen Insolvenzverwalter stellt, äußerte sich nicht.

Antrag der ML

Die Mannheimer Liste (ML) hatte nach Bekanntwerden der Insolvenz einen Antrag zur Sitzung des Gemeinderats am 26. November eingereicht. Die Verwaltung solle über die möglichen Folgen des Insolvenzantrages für die Stadt berichten. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch die Einleitung des Insolvenzverfahrens auch der Stadt und der MWSP Verluste drohen, heißt es in dem Antrag. Er wurde in der Gemeinderatssitzung nicht behandelt, sondern in den Unterausschuss für Konversion verwiesen.

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