Mannheim

Ungebetener Gast Mann entdeckt eine Falsche Witwe in Neuhermsheim

Giftige Spinne in der Küche

Archivartikel

+++ Update (2. November): Laut Auffassung eines Experten handelt es sich nach längerer Untersuchung doch nur um eine heimische und harmlose Kugelspinne. Zur aktuellen Meldung geht es hier. +++

Eine Spinne hat einen Anwohner in der Grete-Fleischmann-Straße in Neuhermsheim erschreckt. Er fing sie ein und identifizierte sie mit einem Biologen aus der Verwandtschaft als Falsche Witwe. Dabei handelt es sich um eine Unterart der hochgiftigen Schwarzen Witwe, die bekannt dafür ist, dass sie nach der Paarung manchmal das Männchen verspeist und sich selbst damit zur Witwe macht. Ein Biss der Falschen Witwe kann starke Schmerzen hervorrufen, wie die Interessengemeinschaft Vogelspinne (Stuttgart/Ludwigsburg) mitteilte.

Die verständigte Polizei zog mit dem Naturschutzbeauftragten der Stadt, Gerhard Rietschel, einen Fachmann hinzu, der die Einordnung des Biologen bestätigte und die Falsche Witwe in seine Obhut nahm. Woher die Spinne kam, ist unklar – sie lebt eigentlich im Mittelmeerraum. Nach Polizeiangaben werden solche Tiere üblicherweise in Zoos oder Parks mit Spinnensammlungen gebracht.

Bissgefahr ist gering

Die langjährig hohen Temperaturen in der Rhein-Neckar-Region führen dazu, dass sich vermehrt Tiere halten, die nicht heimisch sind, wie der Vorsitzende der IG Vogelspinne, Timm Adam, erläutert. Darunter fallen auch die Gottesanbeterin oder die Zebraspinne. Die Angst vor Spinnen sei jedoch irrational, weil sie in ihren Netzen säßen und auf Beute warteten. „Man muss schon viel anstellen, dass man von den Tieren gebissen wird.“ pol/lok/dpa