Mannheim

Wissenschaft Hochschule der Wirtschaft für Management benennt Bibliothek nach Stassen

Großzügiger Förderer beweist erneut Herz

„Meinem Mann hätte das sicher gefallen,“ sagte Marie-Luise Stassen zufrieden. Denn nach ihrem 2019 verstorbenen Mann Normann Stassen ist nun die Bibliothek der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) benannt – als Dank für das langjährige Engagement des Unternehmers als großer Mäzen dieser Hochschule.

„Unsere Hochschule hat Normann Stassen, seiner Familie und seiner Stiftung viel zu verdanken. Das wollen wir dauerhaft sichtbar machen“, betonte die Präsidentin der Hochschule, Perizat Daglioglu: „Er war ein engagierter Förderer mit Herz und Verstand.“ Die private Hochschule, die in Kooperation mit Unternehmen geförderte Management-Studiengänge (Bachelor und Master) anbietet, besteht seit 2011 auf dem früheren Vögele-Gelände und wird mehrheitlich vom Internationalen Bund (IB) getragen.

50 000 Euro-Spende mitgebracht

Dabei sei die Managementausbildung an der HdWM „geprägt vom engen Austausch und dem partnerschaftlichen Miteinander von Unternehmen und Hochschule“, so Präsidentin Perizat Daglioglu. Dieser Praxisbezug war es auch, der Normann Stassen von der Hochschule so begeisterte.

Er half beim Erwerb vieler Medieneinheiten für die Bibliothek, finanzierte eine Lehreinheit zum Handelsrecht und ermöglichte mit großzügigen Spenden Aktivitäten in der Integration von Geflüchteten sowie individuelle Unterstützungen für benachteiligte Studierende – insgesamt Spenden im Wert von über einer Viertelmillion Euro.

Die Umbenennung der Bibliothek war für die Hochschule daher eine Herzensangelegenheit – und Marie Luise Stassen war sichtlich gerührt von der Ehre, die ihrem verstorbenen Ehemann zuteil wurde. Zugleich brachte sie eine weitere Spende über 50 000 Euro für sozial benachteiligte Studierende sowie für die Ausstattung der Bibliothek mit auf den Bildungscampus.

Normann Stassen war im Juli vergangenen Jahres im Alter von 83 Jahren gestorben. Seine Frau führt die Marie-Luise- und Normann Stassen Stiftung ganz in seinem Sinne weiter. Sie entstand 2007, als er nach und nach alle seine Firmen und zuletzt auch die Aktienmehrheit an der Rixius AG verkauft hatte.

Stassen besuchte das Tulla-Realgymnasium und die Wirtschaftsoberschule. Sein Studium konnte er nicht abschließen, weil er mit 25 Jahren aus familiären Gründen die Leitung des elterlichen Betriebs übernehmen musste. Es folgten Zukäufe und Fusionen, und in allen Unternehmungen war er bis zur Veräußerung als Geschäftsführer oder Vorstand tätig. Außerdem war Stassen Mitglied der Vollversammlung und Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Mit ihm, der sich über Spenden hinaus immer auch persönlich mit Ideen eingebracht habe, habe die Hochschule „eine besondere Persönlichkeit verloren“, so die HdWM.

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