Mannheim

Kollekturwald Evangelische Stiftung Pflege Schönau will in den kommenden drei Jahren die Spätblühende Traubenkirsche aus ihrem Forstbesitz entfernen

Grüne: Notwendigen Umbau langsamer angehen

Mit einer Petition wendet sich die Landtagskandidatin, Bezirksbeirätin und Sprecherin des Grünen-Ortsverbands Mannheim Nord, Susanne Aschhoff gegen die geplanten Arbeiten zum „Waldumbau“ im Kollekturwald der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS). In dem rund 111 Hektar großen Teil des Käfertaler Waldes entlang der Riedbahn will die kirchliche Stiftung innerhalb von drei Jahren die in den 1970er Jahren eingeführte Baumart Spätblühende Traubenkirsche entfernen (wir berichteten).

Ob dies einem „Kahlschlag“ gleichkommt oder lediglich die Rodung des Unterholzes auf einer Fläche von insgesamt gut 126 Fußballfeldern bedeutet – darüber gehen die Ansichten auseinander. Die Traubenkirsche ist jedenfalls ursprünglich nicht in Europa heimisch, vermehrt sich massiv und verdrängt andere Baum- und Pflanzenarten. Aschhoff: „Ihre Bekämpfung ist notwendig, um die Umgestaltung des Forstes zu einem widerstandsfähigen Laubwald zu ermöglichen, der an die künftigen klimatischen Verhältnisse angepasst ist“. Die Pflege Schönau verfolge somit ein „ökologisch und forstwirtschaftlich wichtiges und gutes Ziel“.

In der kurzen Zeitspanne von nur drei Jahren würde dieses Vorgehen laut Aschhoff die Naherholungsfunktion und Aufenthaltsqualität des Käfertaler Waldes „drastisch beeinträchtigen“. Auch der Einsatz von schweren Maschinen würde „das Gesicht dieses Teils des Käfertaler Waldes über eine sehr lange Zeit massiv verändern“.

Sie appelliert deswegen an ESPS, die Waldarbeiten „schonend für den Boden und die restliche Flora und Fauna“ und über einen längeren Zeitraum durchzuführen. Zudem solle die Stiftung die Bürger umfassend über ihr Vorhaben informieren. 

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