Mannheim

Buga 23 Freie Wähler kritisieren „Spektakel ohne Nachhaltigkeit“

Grünzug Nordost reif für das Abstellgleis?

Archivartikel

Der über der Feudenheimer Au und dem Spinelli-Gelände geplante Grünzug Nordost bringt nach Meinung der Mannheimer Liste „keine Verbesserung der Frischluftzufuhr für Mannheim“. Die dort ebenfalls geplante Randbebauung habe derweil „allem Anschein nach eine Verschlechterung zur Folge“, so die Freien Wähler.

„Grünzug Nordost bringt Frischluft in die Mannheimer Innenstadt – diese Werbekampagne hat ausgedient und der Grünzug ist auf dem Abstellgleis angekommen“, so Achim Weizel, der Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Gemeinderat. Mit den Erkenntnissen zweier Gutachten werde „zweifelsfrei belegt, dass die klimaökologische Auswirkung des Grünzugs Nordost ein kleinräumiges Phänomen bleibt, das lediglich an seinen Rändern messbar erfasst werden kann, so Weizel in einer Mitteilung. Die wiederholt „vollmundig angekündigte Verbesserung des Frischluftstroms nach Mannheim“ werde der millionenschwere Grünzug nicht bringen, „die Buga wird zum 180-Tage-Spektakel ohne Nachhaltigkeit“.

Die Anwohner in Käfertal-Süd und Feudenheim-Nord seien von den Aussagen der Gutachter „alarmiert“, fügt ML-Stadtrat Christopher Probst hinzu. Immerhin drohe den Bewohnern durch die geplante Bebauung am Rand der Bundesgartenschau eine Verschlechterung ihrer Wohn- und Lebenssituation.

Die Freien Wähler fordern daher, dass „die von den Gutachtern empfohlenen Untersuchungen der Folgen für die Randbebauungen des Buga-Geländes in Käfertal und Feudenheim zügig angegangen werden.“ Stadtrat Christopher Probst verweist darauf, dass „angesichts der zu erwartenden Zunahme sommerlicher Hitzeperioden“ Konzepte zur Minderung der Hitzebelastung gefragt seien. Die freien Wähler wollten jedenfalls „keine Neubebauung unterstützen, die zugleich eine Verschlechterung für die langjährigen Anwohner bringt“. lang