Mannheim

Bildung Spielraum durch zusätzliche Steuereinnahmen

Grundschule auf Franklin rückt näher

Mannheim.Schüler, Lehrer und Eltern von Gretje-Ahlrichs- und Hermann-Gutzmann-Schule in der Gartenstadt können tief durchatmen: Es sieht ganz so aus, als könnte die seit drei Jahren ersehnte gemeinsame Sporthalle samt Mensa bald gebaut werden. Und das nicht nur, weil die SPD für die ab Montag anstehenden Etatberatungen einen Antrag auf Aufnahme in den Haushalt gestellt hat. Sondern auch, weil plötzlich zusätzliche Gelder zur Verfügung stehen.

Wie gestern berichtet, erwartet die Stadt nach der jüngsten Steuerschätzung für die kommenden vier Jahre Mehreinnamen von rund 52,3 Millionen Euro. Etwa 32 Millionen davon könnten von 2018 bis 2021 in die Sanierung von Schulgebäuden fließen. Das wären dann insgesamt satte 100 Millionen – der Höchstbetrag, den die Bundesregierung mit 25 Prozent fördern würde.

Schneller voran in Neckarau

Ein Luxusproblem hat Bildungsbürgermeisterin Ulrike Freundlieb deswegen zwar nicht: „Wir könnten die zusätzlichen Gelder mehrfach ausgeben“, sagte sie gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Aber natürlich freut sie sich, deutlich mehr als bisher geplant in Angriff nehmen zu können. Ihr Vorschlag, der verwaltungsintern allerdings noch nicht abgestimmt sei, sehe „natürlich die Halle“ für Ahlrichs- und Gutzmann-Schule vor. Schneller als vorgesehen möchte sie ein Projekt in Neckarau vorantreiben. Dort soll in der Schillerschule eine fünfzügige Ganztagsgrundschule entstehen, abgesehen von Brandschutzmaßnahmen wurde mit einer Umsetzung bisher frühestens im Jahr 2021 gerechnet.

Nicht viel Zeit lassen kann sich die Verwaltung auf Franklin – dem neuen Stadtteil, der gerade bezogen wird: „Spätestens in drei Jahren brauchen wir hier eine vierzügige Grundschule“, sagt Freundlieb. Deshalb müsse es im nächsten Jahr ans Planen gehen. „Ich hoffe auf einen baldigen Baubeginn“, so die Bürgermeisterin. Wann das sein könnte, darauf legt sie sich nicht fest. Eventuell 2019, aber „das ist eine sportliche Herausforderung“. Mittel könnten auch in die Neubauplanung der Geschwister-Scholl-Schulen (Vogelstang) fließen. Keine Hoffnung macht Freundlieb dagegen der Carl-Benz- und der Werner-von-Siemens-Schule, wo der Beton bröckelt: „Dafür sehe ich keine Luft.“ (bhr)

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