Mannheim

Grillrauch Petitionsausschuss informiert sich vor Ort

Gutachten geplant

Die Stadt Mannheim will ein Gutachten über mögliche schädliche Auswirkung des Grillrauchs in Auftrag geben. Es soll eine sichere Rechtsgrundlage bei Gerichtsverfahren liefern, wie Jürgen Hammer vom Rathaus-Fachbereich Umwelt und Grünflächen gestern beim Vor-Ort-Besuch des Petitionsausschusses des baden-württembergischen Landtags berichtete.

Seit Jahren gibt es Klagen von Anwohnern wegen des Grillrauchs der Restaurants am Marktplatz. Nach einer Petition der Bürgerinitiative Grillrauch schaute sich der Petitionsausschuss gestern die Lage vor Ort an. Im Stadthaus schilderte Götz Lipphardt von der Bürgerinitiative die Situation. „Es geht nicht nur um Luftverschmutzung, sondern auch um den sozialen Frieden.“

Gregor Stephani vom Stuttgarter Umweltministerium erklärte, es gebe derzeit keine konkrete gesetzliche Handhabe. Deshalb sei ein Verordnungsverfahren in die Wege geleitet worden, das gelte aber nur für Neuanlagen. Hammer betonte, die Stadt plane eine Bebauungsplanänderung. Die ermögliche es, die Betriebsgenehmigung zu versagen, wenn Anlagen die erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllten. Ausschuss-Berichterstatter Boris Weirauch (SPD) schlug bis zur Entscheidung des Gemeinderats eine Veränderungssperre vor. ost