Mannheim

Pfingstbergweiher Suche am See vorerst abgeschlossen

Herkunft des toten Babys unbekannt

Mannheim.Bei der im Pfingstbergweiher gefundenen Babyleiche tappt die Polizei noch im Dunkeln. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen wisse man nach wie vor nicht, wo das tote Mädchen herkomme, sagte gestern Präsidiumssprecher Michael Klump.

Am nordöstlichen Ufer des zwischen Rheinau, Pfingstberg und Hochstätt gelegenen Sees hatte ein Spaziergänger am Freitagmorgen die im Wasser treibende Leiche gefunden (wir berichteten). Das Gelände wurde großräumig abgesperrt, ein Großaufgebot von Polizeikräften durchforstete das Gebüsch mit Stöcken und befragte Anwohner in den angrenzenden Stadtteilen.

Tauchgang geplant

Die Befragung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, so Klump. Die Suche am See sei mittlerweile abgeschlossen, der Pfingstbergweiher wieder frei. In den nächsten Tagen plane die Wasserschutzpolizei allerdings einen Tauschgang, dann könnten erneut Absperrungen erforderlich sein.

Die Polizei hofft weiter auf Hinweise aus der Bevölkerung nach einer „kürzlich beendeten Schwangerschaft“, bei der es Unklarheiten über den Verbleib des Babys gebe. Das Aussehen des Mädchens wird als „westeuropäisch“ beschrieben. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0621/174 44 44 zu melden.

Hinweise werden überprüft

Laut Klump sind bereits einige Hinweise eingegangen. Sie würden nun von der eingesetzten Sonderkommission aus 30 Ermittlern ausgewertet. Eine heiße Spur sei nach jetzigem Erkenntnisstand jedoch noch nicht darunter. Auch über sozialen Medien wie Facebook und Twitter werde nach relevanten Informationen gesucht.

Der Leichnam wurde bereits obduziert. Die Ergebnisse sollen aber erst in einigen Tagen vorliegen.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/mannheim

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