Mannheim

Südwestrundfunk Sommerfest unter den Platanen am Technoseum / Unter den Besuchern viele treue Anhänger des Senders

„Hier stimmt alles“

Archivartikel

„Wir wollen mit dem Sommerfest die ganze Vielfalt des Südwestrundfunks zeigen – also Hörfunk, Fernsehen und Internet. Damit möchten wir den vielen treuen Hörern und Zuschauern einfach Danke sagen“, sagte die Leiterin des SWR-Studios Mannheim-Ludwigshafen, Dagmar Schmidt. Für einen Tag hat der Sender die Parkanlage vor dem Technoseum unter den schattigen Platanen einmal mehr in „Mannheims schönsten Biergarten“ verwandelt, wie es Gerhard Mandel, der Redaktionsleiter von Kurpfalz Radio formulierte.

Gekonnt mit nur drei Schlägen hatte Schmidt im Beisein von Mandel, Christian Kapp und Henrik Kissel von der Privatbrauerei Eichbaum das erste Fass angeschlagen. „Mit einem lauten „Ozapft is“ begann das 25. Fest der guten Laune. Mandel erinnerte sich an die Anfänge: „Gleich beim ersten Mal haben wir einen Fehler gemacht. Wir wurden von den Besuchern nahezu überlaufen. So viele kamen, damit hatten wir nicht gerechnet.“

Gäste spielen Wetterfrosch

Da hatte der Gospelchor Heaven’s Gate aus Rheingönheim bereits seine letzten Konzertzugaben nach einem Gottesdienst mit Pfarrer Andreas Weisbrod gegeben. Sich selbst einmal als Wetterfrosch wie SWR-Moderator Thomas Miltner beweisen, das wollten einige der Besucher. Sie standen am Zelt an, um die Wetternachrichten zu lesen. „Das war schon etwas Besonderes“, sagte SWR-Hörerin Ursula Kunkel aus Weinheim. Als Andenken durfte sie eine Aufzeichnung ihres Auftritts von sich selbst mit nach Hause nehmen. „Ich komme schon hierher, seit es dieses Fest gibt. Das ist immer besonders schön.“

Es gibt viele, die dieses Sommerfest dick in ihrem Kalender angestrichen haben. „Wir wohnen gerade um die Ecke. Da müssen wir doch hier vorbeikommen“, sagten die „Stammgäste“ Gisela und Hans Hassert. „Ich bin extra wegen der Freddy Wonder Combo gekommen. Die kenne ich noch von früher. Die waren immer gut“, fügte Hans Hassert hinzu. Zu Hause werde jeden Tag SWR eingeschaltet. „Meine Frau hört Baden-Württemberg und ich Rheinland-Pfalz. Deshalb laufen auch täglich zwei Geräte“, erzählt er. In der Zwischenzeit tanzen schon die Ersten in den Gassen zwischen den Bänken.

„Bei mir läuft von morgens bis abends nur SWR“, sagte auch Lilo Schrotz. Die Bühne hat inzwischen das Capitol-Ensemble für sich eingenommen. Von „Karl Drais“ bis „Evita“ präsentierten die Künstler einen bunten Querschnitt, was auf den Brettern des Capitol gespielt wird.

Seit den 1980er Jahren ist Purple Schulz ein fester Bestandteil der deutschen Musikszene. Mit Titeln wie „Sehnsucht“, „Verliebte Jungs“ und „Kleine Seen“ eroberte er damals die Herzen der Zuhörer. Das gelingt ihm auch heute noch ohne größere Schwierigkeiten. Das Pfälzer Trio Glanzblick setzte einen regionalen Glanzpunkt zum Schluss.

Führung durch das Fernsehstudio

Claudia und Hermann Schubach hatten gerade einen Rundgang durch das SWR-Fernsehstudio beendet, als sie feststellten: „Das ist einfach ein stimmiges Fest. Hier stimmt alles. Man erfährt Neues und hört Musik, die unserem Geschmack entspricht. Einfach toll.“

Bei der Führung hatten sich Wetterfrosch Thomas Miltner und Nachrichtensprecher Michael Matting unterhalten. Das Credo des Nachrichtensprechers: „Bei den Nachrichten muss jeder Satz stimmen. Alles muss wahr sein.“ Das sei eine schwere aber lösbare Aufgabe, der sich der öffentlich-rechtliche Sender jeden Tag stelle.

Info: Fotostrecke unter Morgenweb/mannheim

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