Mannheim

„Hier wird die Zukunft gemacht!“

Archivartikel

Karmen Strahonja über die Ziele des Festivals Innomake

Frau Strahonja, wie schätzen Sie das Festival Innomake im Hinblick auf Marketing für die Stadt ein?

Karmen Strahonja: Die Premiere 2019 haben wir als wesentlichen Baustein unserer ganzheitlichen Markenstrategie initiiert, die eine klare Botschaft hat: In Mannheim wird die Zukunft gemacht! Mit Innomake haben wir den Diskurs zum wichtigen Zukunftsthema „Nachhaltige Innovation“ eröffnet. Innomake ist mit seiner Konzeption und seiner inhaltlichen Ausrichtung einzigartig. Als führendes Festival für nachhaltige Innovation im deutschsprachigen Raum gehen wir jetzt den nächsten Schritt: Das Leitmotiv lautet „Nicht nur reden – sondern machen!“ Es werden also konkrete Lösungen erarbeitet und Projekte umgesetzt. Wir sind sicher, dass wir mit dem Festival unsere Stadt dauerhaft als kreative, pulsierende und in die Zukunft denkende Metropole positionieren.

Wie wichtig ist Innomake für die Stadt, und welches Ziel hat sie damit?

Strahonja: Mannheim nimmt eine Führungsrolle bei der nachhaltigen Ausrichtung von Städten ein. Vor rund fünf Jahren hat die Stadt in intensiven Dialogen mit den Bürgern ein neues Leitbild entwickelt. Hierbei geht es auch um die Gestaltung einer lebenswerten Stadt, Ideen für den eigenen Stadtteil, eine gerechte, nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtgestaltung. Innomake hilft uns, diese Wahrnehmung regional, national und international zu fördern. Das Ziel ist es, mit solchen Formaten diesen Anspruch jetzt inhaltlich weiter auszubauen – indem wir Vordenkern aus Unternehmen, Start-ups und der Stadtgesellschaft ein attraktives Forum bieten.

Wie sind die Besucherzahlen?

Strahonja: 2019 brachten wir mit mehr als 15 Veranstaltungen über 2000 Menschen zusammen. Mannheim ist eine wichtige Konferenz- und Kongressstadt. Mit Innomake und vielen anderen Themen rund um die zukunftsfähige Gestaltung unserer Welt hat die Stadt schon Zeichen gesetzt. Da bleiben wir am Ball. Ökonomie und Gesellschaft brauchen nachhaltige Innovationen, und wir sind ihr Gastgeber. Es ist schwer zu beurteilen, wie viele Menschen nach Corona zu uns nach Mannheim kommen. Bei den mehr als zehn Großveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit kamen im letzten Jahr mehrere tausend Besucher nach Mannheim. Aufgrund des Verbots von Präsenzveranstaltungen im Zuge der Corona-Pandemie haben wir ein rein digitales Festival geplant. Es wird keine Besucher im klassischen Sinne geben, die für das Festival nach Mannheim reisen. Es ist aber bislang sehr gut besucht. Wir erwarten im Rahmen der technisch möglichen Kapazitäten wieder eine sehr hohe Beteiligung.

Welche Auswirkungen hat Corona?

Strahonja: Die Situation ist historisch einmalig. Niemand kann sagen, was 2021 ist. Das ist, bei allen Problemen, auch eine Zeit zum Innehalten, Luft holen, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Der Digitalisierung gibt dies einen enormen Schub. Da das Festival nur online stattfindet, können wir Teilnehmer und Zuschauer von weiter weg gewinnen. Innomake 2020 ist deutlich digitaler als Innomake 2019. Aber das Bedürfnis nach Begegnung wird bleiben und vielleicht sogar wichtiger. RoS

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