Mannheim

Schulen „Seniorpartner“ bilden Ehrenamtliche aus

Hilfe bei Konflikten

Schülern bei der Lösung von Konflikten helfen, dazu leistet die Organisation „Seniorpartner in Schools“ (SiS) seit Jahren auch in Mannheim ihren Beitrag. Regelmäßig aktiv sind Senioren an den Grundschulen Pestalozzi, Albrecht-Dürer, Almenhof und der Tulla-Realschule. Demnächst bietet SiS wieder eine 80-stündige kostenlose Ausbildung an: vom 10. bis 14. Februar sowie vom 30. März bis 3. April in der Ludwigshafener Friedenskirche. Die Teilnehmer verpflichten sich, 18 Monate an einer Schule ihrer Wahl tätig zu sein. „Im Allgemeinen bleiben sie aber viel länger, denn die Arbeit wird von allen Seiten als sehr hilfreich und gewinnbringend eingestuft“, teilt Organisator Klaus Vorderwülbecke mit – und hofft auf viele Interessenten, die gerne Seniorpartner werden möchten. In ganz Deutschland sind mittlerweile 1300 Personen für SiS an mehr als 300 Schulen dabei.

Vertrauliche Gespräche

Schwerpunkte der Ausbildung sind die Grundlagen der Mediation, aber auch Einzelgesprächsführung und Verhalten bei Mobbing. „Berufliche Vorerfahrungen sind nützlich, aber nicht erforderlich“, so Vorderwülbecke. Die Tätigkeit erfordere „Geduld und Verständnis für die Situation der Schüler und des Umfeldes, um eine einvernehmliche Lösung für beide Konfliktparteien zu entwickeln“. Die Mediatoren agierten meist als Zweierteam in einer Schule. Sie sind nicht Teil des Kollegiums, halten zu diesem aber engen Kontakt. „An einem festen Wochentag sind sie während des Schuljahres anwesend und verfügen vor Ort über einen Raum, der ungestörte Gespräche zulässt“, erklärt Klaus Vorderwülbecke. In der Regel führten drei Wege zu einem Gespräch mit den Seniorpartnern: Schüler melden sich spontan, wenn sie einen Konflikt bemerken und nicht selbst lösen können. Lehrer bemerken Konflikte und vermitteln den Kontrahenten einen Termin mit den Senioren. Oder die Seniorpartner bekommen Streitigkeiten selbst mit und laden spontan zum Gespräch ein – das in jedem Fall „absolut vertraulich“ sei.

Im Projekt SiS setzen sich Ehrenamtliche seit mehr als 15 Jahren für ein besseres Miteinander in Schulen ein. Weitere Informationen zu der Mediatorenausbildung oder zur Arbeit der Seniorpartner allgemein gibt es bei Klaus Vorderwülbecke, Telefon 06202/15 009 und per E-Mail an vorbecke@aol.com oder vorstand@sis-bw.de.

Zum Thema