Mannheim

Spatenstich Auf der Schönau entsteht ein Mutter-Kind-Haus

Hilfe für Eltern und Nachwuchs

Im Schönauer Gryphiusweg errichtet die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG derzeit ein Mutter-Kind-Haus, das nach der Fertigstellung von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betrieben wird. Mit dem Spatenstich erfolgte gestern der offizielle Baubeginn. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2020 geplant.

In dem dreigeschossigen Gebäude sollen 16 Appartements Betroffenen zur Verfügung stehen, die wegen verschiedener Probleme Unterstützung bei der Erziehung benötigen. Auch Gemeinschaftsräume und Spielzimmer gehören zum Projekt, in das die GBG fünf Millionen Euro investiert. „Hier wird eine neue Möglichkeit geschaffen, das Zusammenleben von Mutter und Kind nachhaltig zu sichern“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb.

Fünf weitere Wohnungen

Karl-Heinz Frings berichtete, dass neben dem Angebot für Mütter oder Väter mit ihrem Nachwuchs auch fünf weitere Wohnungen entstehen, die vermietet werden. Der GBG-Geschäftsführer erklärte, dass mit dem Bau ein „völlig neues Gebilde“ entstehe, das für die Menschen im Stadtteil sehr wichtig sei: „Die Nutzung dieser Teilfläche bringt uns viel weiter.“ Frings und Freundlieb verurteilten, was derzeit in Filmen über die Schönau gezeigt werde: „Ein falsches Bild, denn hier sieht man, was wirklich passiert“, so Frings.

Das städtische Jugendamt bringt Betroffene seit 1980 im Mutter-Kind-Haus im Rottannenweg (Gartenstadt) unter. Wegen baulicher Mängel sei das Gebäude langfristig aber nicht mehr nutzbar, weshalb das Angebot auf die Schönau verlegt werde, erklärte Freundlieb: „In einen lebens- und liebenswerten Stadtteil.“ Wie ihre Vorredner bedankte sich auch Angelika Weinkötz vom Vorstand des AWO-Kreisverbandes bei allen Beteiligten von Stadt und GBG und lobte auch Gemeinderäte und den Bezirksbeirat für deren Engagement. baum