Mannheim

Diakonie Zwei junge Freiwillige verteilen Lebensmittel an ältere und bedürftige Menschen

Hilfe kommt per Lastenrad

Archivartikel

Die Diakonie Mannheim hat ein weiteres Hilfsprojekt gestartet. Mit einem Lastenrad sind zwei junge Menschen täglich vom DiakoniePunkt Konkordien aus im Einsatz und versorgen arme und ältere Menschen mit Lebensmitteln oder Hygieneartikeln. „Es gibt viele, die ihre Wohnung nicht verlassen können“, berichtet Petra Casper, Leiterin des DiakoniePunkts Konkordien, „die aber dennoch dringend unsere Hilfe brauchen“.

Mit dem Lasten E-Bike, das der Rotary-Club Mannheim Brücke gespendet hat, sind nun Anne Reinberger und Aaron Sephernia vor allem in der Innenstadt und der Neckarstadt unterwegs. Die beiden 18-Jährigen absolvieren ihr Freiwilliges Soziales Jahr am DiakoniePunkt Konkordien und sind begeistert von ihrer Arbeit. „Wir erfahren viel Dankbarkeit“, erzählt Anne Reinberger, „zum Beispiel von einer älteren Dame, bei der wir regelmäßig vorbeischauen“.

Spende über 50 000 Euro

Was zunächst als spontane Corona-Hilfe unter dem Motto: „Diakonie unterwegs – mit dem Lastenrad für Euch auf Tour“ gedacht war, wurde durch die Unterstützung mit über 50 000 Euro von der Aktion Mensch zu einem langfristigen Projekt. Mit dem Anstieg der Corona-Zahlen seien wieder mehr Personen darauf angewiesen, dass sie zuhause versorgt werden. „Das sind zum einen Menschen mit eingeschränkter Mobilität und geringem Einkommen“, erläutert Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks Mannheim, „zum anderen aber auch Familien, die wegen Corona unter Quarantäne stehen und nicht mehr vor die Tür gehen dürfen“.

„Wir bemühen uns, noch am selben Tag zu liefern“, sagt Maria Hüttner, die das Projekt koordiniert. In der Kiste des Lasten-E-Bikes seien Lebensmittel oder Hygieneartikel, bei Bedarf auch mal Unterwäsche. „Wir fragen die Kunden vorher, was sie dringend brauchen“, ergänzt Hüttner, „und manchmal können wir auch kleine Extra-Wünsche erfüllen“.

Die Lebensmitteltüten werden jeden Morgen am DiakoniePunkt neu gepackt. „Da sind wir natürlich auch auf Spenden angewiesen“, sagt Casper, „wir freuen uns vor allem über Grundnahrungsmittel wie Milch, Nudeln oder Reis“. Für strahlende Gesichter sorgten auch mal eine Tafel Schokolade, Kekse, Joghurt oder ein Müsli. Täglich würden auch Obst und Gemüse in die Taschen gepackt. Mit Beginn der Pandemie wurden über die Fenster des DiakoniePunkts Konkordien Lebensmitteltüten sowie warme Mittagessen über die offenen Fenster an bedürftige Menschen verteilt. 

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