Mannheim

Corona Unterstützung vom Land soll entgangene Einnahmen ersetzen / 68 neue Fälle

Hilfen für gemeinnützige Vereine verlängert

Archivartikel

Die Stadt hat am Mittwoch 68 neue Corona-Fälle gemeldet. Weil es eine Woche vorher 83 waren, ist die Sieben-Tage-Inzidenz (die Summe der Neuinfektionen umgerechnet auf die Einwohnerzahl) somit gegenüber dem Vortag von 169,6 auf 164,8 gesunken. Derzeit gibt es nach den Statistiken des Gesundheitsamts in Mannheim 989 akute Corona-Fälle.

Maximal 12 000 Euro

In ihrer abendlichen Pressemitteilung weist die Stadt auch darauf hin, dass die Landesregierung ihre finanziellen Hilfen für gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen verlängert hat. Das Geld ist für diejenigen gedacht, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind, bislang keine andere finanzielle Unterstützung erhalten haben und in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Soziales und Integration fallen. Das sind beispielsweise Nachbarschaftshilfen, Tafel- und Selbsthilfevereine, Mehrgenerationenhäuser, freie Träger in der Kinder- und Jugendarbeit, Familien- und Mütterzentren oder Migrantenvereine.

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Möglich ist jeweils eine einmalige Förderung von maximal 12 000 Euro, die nicht zurückbezahlt werden muss. Die Mittel sollen zur Deckung zwangsläufiger Fixkosten bei gleichzeitig seit dem 11. März entgangenen Einnahmen (Eintrittsgelder, Spenden oder Einnahmen aus Veranstaltungen) dienen. Anträge darauf können nun für fünf weitere Monate online auf dem Serviceportal Baden-Württemberg (www.service-bw.de) gestellt werden.

Hotline für Unternehmen

Der städtische Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung hat unterdessen eine Hotline für Unternehmen eingerichtet. Sie ist für alle Fragen zu den Auswirkungen der Pandemie, zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten oder den aktuellen Rechtsverordnungen gedacht. Unter 0621/293 33 51 ist die Hotline montags bis freitags telefonisch von 8.30 bis 16 Uhr zu erreichen

Sonderausstellung geschlossen

Mittlerweile hat das Marchivum seine Sonderausstellung „Freundschaft unter Druck. Zur Geschichte des Rotary Clubs Mannheim (1930-1937) und seiner Gründungsmitglieder“ vorerst bis Ende November geschlossen. Die Servicebereiche des Marchivums – wie die Bauakteneinsicht und die Lesesäle für stadthistorische Forschung – bleiben jedoch geöffnet. Die aktuellen Nutzungsbedingungen sind auf der Homepage www.marchivum.de einzusehen. Darauf werden auch weiter ausgewählte Veranstaltungen als Live-Stream angeboten.

Seniorentreffs bleiben zu

Die Stadt teilt ferner mit, dass ihre insgesamt 19 Seniorentreffs zunächst bis Ende des Jahres geschlossen bleiben. Damit wolle man die vulnerable Gruppe der Älteren vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Um Einsamkeit und sozialer Isolation vorzubeugen, ermögliche das Seniorenbüro – sofern es die vorgegebenen Kontaktbeschränkungen erlaubten – wohnortnahe und niederschwellige Angebote außerhalb der Treffs. Auch telefonische Kontakte würden gehalten. Bei Bedarf werde so auch eine finanzielle Unterstützung über den städtischen Nothilfefonds „Corona“ koordiniert.

Auf Wunsch könnten – unter strenger Einhaltung der Hygienevorschriften – auch Hausbesuche organisiert werden. Hier kooperiere man eng mit dem Projekt Mannheim gegen Einsamkeit (MAG1). Für die Vorweihnachtszeit würden besondere Aktionen geplant, heißt es.

Zudem weist die Stadt darauf hin, dass alle Sozialberatungsangebote weiter bestehen. Insbesondere in der Wohnungslosenhilfe bleiben die Einrichtungen geöffnet.

„Kurpfälzer Sozialtage“ abgesagt

Unterdessen wurden alle im Rahmen der 10. „Kurpfälzer Sozialtage“ geplanten Veranstaltungen abgesagt. Sie sollen nun im November 2022 stattfinden. „Diese Absage fällt uns nicht leicht. Denn es sind viele Stunden der Vorbereitung und Mühe eingeflossen“, schreiben die Organisatoren. „Wir danken an dieser Stelle allen, die zu diesem für uns wichtigen Ereignis trotz schwieriger Zeiten als Redner, Impulsgeber und Gesprächspartner zugesagt hatten.“

Alle zwei Jahre veranstalten die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und der Fachbereich Arbeitnehmerseelsorge in der Metropolregion Rhein-Neckar die 14-tägige Veranstaltungsreihe, bei der verschiedene Fachreferenten aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Kirche zu einem gemeinsamen Diskurs eingeladen werden.

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