Mannheim

Prostituierte Spenden vom Lions-Club Rhein-Neckar

Hilfsangebote ausgeweitet

Archivartikel

Die Situation für Prostituierte in Mannheim (wir berichteten) verschlimmert sich. Wie die Beratungsstelle Amalie bekannt gab, sind viele Frauen mittlerweile völlig mittellos. Seit Beginn der Coronapandemie hat die Beratungsstelle rund 50 Betroffenen geholfen, so Julia Wege, Leiterin der Beratungsstelle (im Bild ganz rechts). Der Nothilfe-Fonds für Prostituierte der Diakonie Baden wurde bis zum 31. Mai verlängert. Dennoch ist er, wie auch die Gelder im Soforthilfe-Angebot der Stadt, langsam leer, so Wege.

Private Spenden wie Lebensmittel und Hygieneartikel werden nun umso wichtiger. Der Lions-Club Metropolregion Rhein-Neckar unterstützt die Betroffenen mit 500 Euro Soforthilfe und Sachspenden. Die Frauen können sich diese in einem kleinen Tafelladen in der Beratungsstelle in der Neckarstadt abholen. Auch eine „Streetwork“-Aktion (deutsch: Sozialarbeit auf der Straße) von Amalie geht weiter. Sozialarbeiterin Saskia Sauter und Wege bringen Sexarbeiterinnen gepackte Spenden-Tüten vorbei.

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