Mannheim

Hauptbahnhof Notfalleinsatz der Berufstierrettung

Hund vor dem Tod gerettet

Ein Einsatz mit glücklichem Ende: Die Berufstierrettung Rhein-Neckar konnte einen zehn Jahre alten Hund nach einer Herzattacke auf einem Bahnsteig am Hauptbahnhof vor dem Tod bewahren. Passanten hatten einen vermeintlichen Missbrauch des Rüden dem Servicepersonal der Deutschen Bahn gemeldet. Diese benachrichtigten die Tierrettung. Schnell wurde klar, dass es sich nicht um einen Missbrauch handelte, sondern der Hundebesitzer seinem Vierbeiner helfen wollte. „Der Mann versuchte nur, sein Tier wieder auf die Beine zu bringen“, erklärte ein Sprecher der Berufstierrettung auf Nachfrage dieser Zeitung.

Erste Hilfe geleistet

Das Personal der Deutschen Bahn hatte vor der Ankunft der Einsatzkräfte schon Erste Hilfe geleistet und den tierischen Patienten in eine Rettungsdecke gewickelt. Die Helfer erkannten schnell, dass die Lage ernst war. Der Hund litt nach einer Herzattacke an einem sogenannten Perikadenerguss, bei dem sich Wasser im Herzbeutel ansammelt. „Als wir eintrafen, war das Tier in einem extrem schlechten Zustand. Wenn wir ihm nicht geholfen hätten, wäre er mit Sicherheit verendet“, erklärt der Sprecher die dramatische Situation.

Da der Halter die Kosten für den Einsatz nicht tragen könne, verzichtetet die Berufstierrettung darauf. Für eine tierärztliche Weiterbehandlung half der Verein Futteranker Mannheim finanziell aus. Dieser unterstützt bedürftige Tierbesitzer. Die Ehrenamtlichen organisierten einen Tierarzt und übernahmen die Kosten der Erstbehandlung. Danach stabilisierte sich der Zustand des Hundes, mit seinem Herrchen konnte er die Klinik verlassen.

Wie es ihm mittlerweile geht, ist den Helfern nicht bekannt. „Der Halter hat sich leider noch nicht bei uns gemeldet“, erzählt eine Sprecherin von Futteranker. Für die Genesung des Tieres seien eine zeitnahe Kontrolle durch einen Tierarzt sowie eine Dauermedikation aber überlebenswichtig. Die Kosten dafür würde der Verein ebenfalls tragen.