Mannheim

Luzenberg Mutter und Kinder von Güterzug erfasst und getötet

Identität der drei Toten nun geklärt

Archivartikel

Bei dem tragischen Tod einer Frau und ihrer beiden Kinder an der Bahnhaltestelle Luzenberg hat es sich um einen Unfall gehandelt. Ein Güterzug hatte sie am Samstagabend auf den Gleisen erfasst und getötet. Wie die Polizei am Montag mitteilte, ergaben die Untersuchungen „keine Hinweise auf einen Suizid oder ein Fremdverschulden“.

Die Identität der Getöteten konnte demnach mittlerweile geklärt werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 22-jährige, aus Bulgarien stammende Frau mit ihrer eineinhalbjährigen Tochter und ihrem vierjährigen Sohn Angehörige in Mannheim besucht hatte und sich mit der Bahn auf den Nachhauseweg nach Südhessen begeben wollte. Um zum gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen, habe sie von der Luzenbergstraße aus die Gleise in Richtung Bahnsteig in Höhe Stationsstraße überquert. In diesem Moment sei ein Güterzug in Richtung Frankfurt eingefahren und habe die Mutter und beide Kinder erfasst.

Unterführung in der Nähe

Eine rechtzeitige Bremsung sei nicht mehr möglich gewesen, der Zugführer des Güterzugs musste nach dem tödlichen Unfall psychologisch betreut werden, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Nur wenige Meter von der Unglücksstelle entfernt, befindet sich eine Unterführung für Fußgänger. Dem Polizeisprecher zufolge war der Vater der Kinder während des Unfalls nicht anwesend.

Da die Ermittlungen noch nicht komplett abgeschlossen sind, waren die Leichen zunächst noch nicht für die Beerdigung freigegeben, wie es am Montag weiterhin hieß. Dies werde aber voraussichtlich in den kommenden Tagen geschehen. Die Bahnstrecke zwischen Mannheim und Frankfurt war am Samstagabend zwischen dem Hauptbahnhof und Waldhof in der Zeit von 18 Uhr bis 23 Uhr gesperrt. 

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