Mannheim

Messgeschichte Der Juli 2019 war weltweit der heißeste Monat

In der Region reicht es nur für Platz zehn

Der Juli 2019 war nach Angaben des Klimawandeldienstes Copernicus weltweit der heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Mit einer Mitteltemperatur von 21,3 Grad war der Juli auch in der Quadratestadt und der Region verglichen mit dem Durchschnitt um 1,8 Grad zu warm, wie Andreas Pfaffenzeller vom Deutschen Wetterdienst (DWD) versichert. Dennoch reicht dieser Wert auf der Liste der heißesten Monate nur für Platz zehn: „Den wärmsten Juli, den die Mannheimer jemals erlebt haben hatten wir allerdings 2006 mit einem Mittelwert von 24,4 Grad, den kältesten 1980 mit 16,6 Grad.“

Doch zurück zu der rekordverdächtigen globalen Durchschnittstemperatur: Die lag knapp über der im bisherigen Rekordmonat, dem Juli 2016, wie Copernicus mitteilte. Der Unterschied sei mit 0,04 Grad allerdings sehr gering. Im Vergleich zum Durchschnitt aus den Jahren 1981 bis 2010 war der diesjährige Juli 0,56 Grad wärmer. „Damit lag er fast 1,2 Grad höher als das vom Weltklimarat definierte vorindustrielle Niveau“, hieß es. Copernicus ist das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, das sich auf Satellitendaten stützt.

Bei der Mannheimer Messstation auf der Vogelstang gab es vergangene Woche Probleme (wir berichteten). Wegen eines technischen Defektes wurden am 25. Juli zwischen 14 und 18 Uhr keine Messwerte übertragen. Die Daten gelangen normalerweise automatisch zum DWD. Ein Techniker konnte den Fehler beheben. mai/dpa

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