Mannheim

Bildung Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) startet Projekt zur Berufsorientierung mit Mannheimer Gymnasien

Individuelle Förderung für jeden

Archivartikel

Mannheim.In der Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) wurden gestern Kooperationsverträge mit fünf Gymnasien unterzeichnet. Ziele sind die Stärkung der ökonomischen Bildung sowie des unternehmerischen Denkens und Handelns bei Schülern. Weiter geht es um Hilfe bei der Studien- und Berufswahl sowie eine Verbesserung der Ausbildungs- und Studierfähigkeit der jungen Menschen. Außerdem ist Öffentlichkeitsarbeit zu ihrem Kooperationsvorhaben zu unterstützen.

Der Präsident der HdWM, Michael Nagy, freut sich auf die Kooperation: „Die Zusammenarbeit soll geprägt werden von gegenseitigem Vertrauen und Offenheit. Um die positive Entwicklung der Partnerschaft sicherzustellen, wollen wir nach jedem Schuljahr im gemeinsamen Gespräch prüfen, ob die festgelegten Ziele erreicht werden konnten und die Zusammenarbeit gegebenenfalls modifiziert werden soll.“ Und die 56 Partnerunternehmen der Hochschule hätten gemerkt, dass sie bereits bei den Schülern werben müssen, wenn es um berufliche Orientierung geht.

Eltern einbeziehen

Henrike Tyll, Projektleiterin der Hochschule, erklärt, dass jede Schule nennen wird, was sie konkret an Unterstützung bei der beruflichen Orientierung benötigt. Die Kooperation soll den Schülern die Vielfalt der Studienangebote und Berufswelt anhand praktischer Projekte näher bringen.

Zudem sollen die Eltern mit ins Boot geholt werden: Sie lernen dabei die Hochschule sowie das Projekt „Karriere inklusive“ kennen. Bei diesem werden junge Leute individuell gefördert, die körperlich beeinträchtigt sind, seelische Probleme haben oder in Umständen leben, die das Studieren erschweren.

Dies ist beispielsweise bei Flüchtlingen oder einer Belastung durch Pflege von Angehörigen der Fall. Die Hochschule selbst hoffe durch ihr Engagement auf mehr Bekanntheit. Nagy ergänzt: „An der Schule sollen mehrere Projekttage stattfinden. Die Hochschule wird dazu ein Projektthema für eine Schülergruppe bereitstellen und betreuen, gerne auch an der Hochschule selbst. Ziel ist es, den Schülern die Hochschule näherzubringen, am besten dadurch, dass Schüler in einzelne Vorlesungen schnuppern.“ Nuh Duran (Schulleiter Karl-von-Drais-Schule) sprach davon, dass die Schule nun einen „exzellenten Draht zum Angebot der Hochschule“ habe und betonte: „Wir erhoffen uns für Schüler einen nahtlosen Übergang von Schule zur Hochschule“. Heike Frauenknecht, Kollegin vom Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium, erklärte, dass die Schulen lebensweltliche Orientierung geben müssten insbesondere in der Vielfalt der Bildungsangebote. Sie sagte: „Bei unserer jährlichen Veranstaltung ‚Studienbotschafter’ bekommen unsere Schüler vielfältige Einblicke in das Leben nach dem Abitur.“

Eva-Maria Kuonath (zusammen mit Florian Schmitt Rektorin am Kurpfalz-Gymnasium) erklärte, dass die Bildungspartnerschaft ein wichtiger Baustein für die Berufsorientierung sei. Es gebe mittlerweile extrem viele verschiedene Studienangebote. Ihr war auch wichtig, dass die Hochschule auf Schüler mit besonderen Bedürfnissen Rücksicht nimmt, zum Beispiel solchen mit Schulangst.

Klaus-Werner Müller ist Leiter der benachbarten Merkur Akademie International. Kurse für „SAP in der Produktion“ sei dort eine Besonderheit, die Kenntnisse der Software werden sogar bei der Akademie als eine der wenigen Prüfungsstellen in Deutschland zertifiziert. Seine Schüler seien zum Teil schon mal in Vorlesungen der Hochschule gewesen, es konnten immer wieder Lehrer und Schüler an Veranstaltungen der HdWM mitwirken.