Mannheim

Internationale Aktion gegen Falschgeld – Durchsuchungen auch in Mannheim

Stuttgart/Mannheim.Ermittlungen gegen den Falschgeldhandel in illegalen Marktplätzen des Darknets haben zu einer großangelegten internationalen Durchsuchungsaktion geführt. Wie die Staatsanwaltschaften Mannheim und Stuttgart sowie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Freitag mitteilten, fanden unter der Koordination von Europol in der Zeit vom 3. bis 6. Dezember 2018 in 13 Staaten etwa 300 Durchsuchungen statt. Dabei waren sämtliche deutschen Bundesländer betroffen - auch in Baden-Württemberg wurden am 5. Dezember 17 Wohnungen von 16 Beschuldigten durchsucht. Darunter waren zwei Wohnobjekte in Mannheim, eines im Rhein-Neckar-Kreis und ein Objekt im Neckar-Odenwaldkreis.

Die Beschuldigten aus Baden-Württemberg im Alter von 16 bis 58 Jahren stehen unter anderem im Verdacht, über einen Anbieter im sogenannten Darknet Falschgeld erworben zu haben. Insgesamt waren mehr als 70 Einsatzkräfte des LKA und der Polizeipräsidien Aalen, Freiburg, Heilbronn, Konstanz, Mannheim, Stuttgart und Tuttlingen an der Aktion im Bundesland beteiligt.

Die Durchsuchungen unter der Leitung der Staatsanwaltschaften Mannheim und Stuttgart (Zentralstelle Cybercrime) führten zum Auffinden von zahlreichen Falschgeldnoten, einer Vielzahl an elektronischen Speichermedien sowie geringen Mengen an Betäubungsmitteln. Die elektronischen Daten werden derzeit ausgewertet. Weitere Informationen gaben die Behörden zunächst nicht bekannt.