Mannheim

„Je mehr getestet wird, desto besser“

Gina-Milena Grund, Leiterin des Corona-Abstrichzentrums am Klinikum

Frau Grund, in Mannheim gibt es neuerdings noch mehrere andere zentrale Möglichkeiten, sich auf Corona testen zu lassen: die Fieberambulanz der Kassenärztlichen Vereinigung auf dem John-Deere-Gelände sowie die privaten Anbieter am Stromwerk und im Rosengarten. Was heißt das für Sie?

Gina-Milena Grund: Je mehr getestet wird, desto besser. Denn nur so schaffen wir einen aktuellen Überblick über das Infektionsgeschehen und können entsprechend reagieren. Unsere Aufgabe ist unberührt von den neuen Angeboten: Wir testen auf Überweisung des Gesundheitsamts direkte Kontaktpersonen von Infizierten – und strikt getrennt auch die Beschäftigten im Klinikum und Patienten vor ihrer Aufnahme. Aktuell nehmen wir an Wochentagen zwischen 9 und 20 Uhr jeweils von rund 100 Menschen einen Abstrich. Vor Weihnachten waren es 300 bis 400 pro Tag.

Da kam es auch mitunter zu längeren Wartezeiten, richtig?

Grund: Ja, manchmal haben sich Schlangen gebildet. Besonders zur Mittagszeit, wenn häufig ganze Schulklassen oder Kindergartengruppen kamen. Für Kinder ist das Warten natürlich besonders langweilig, aber das kriegen wir in der Regel ganz gut hin.

Wie ist denn generell die Stimmung der Menschen, die zu Ihnen kommen?

Grund: Das ist ganz unterschiedlich. Manche haben Angst und müssen erstmal beruhigt werden. Andere nehmen es dagegen locker und entspannt. Es gibt auch einige, die sich für unseren Einsatz bedanken. Bei der vielen Arbeit, die wir haben, tut das sehr gut. sma (Bild: UMM)

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