Mannheim

Wirtschaftsjunioren Bestsellerautor Bas Kast bei „Querdenken“

Joghurt als Schlankmacher

Archivartikel

Er schließt mit einem Satz, den man von ihm nicht erwartet hätte: „Vergessen Sie am Ende nicht den Genuss!“ Aber vorher sagt Wissenschaftsjournalist Bas Kast, Autor des Bestsellers „Der Ernährungskompass“, schon eindringlich, was man nach seiner Meinung alles besser nicht mehr essen sollte. Das lockt immerhin fast 500 Zuhörer zur zwölften Veranstaltung der Reihe „Querdenken“ der Wirtschaftsjunioren ins John-Deere-Forum.

Dank so vieler Gäste ist „Querdenken“ die „größte Einzelveranstaltung der Wirtschaftsjunioren in Deutschland“, so Vorstand Thorsten Broich in seiner Begrüßung. Sonst ging es indes immer um strittige wirtschaftliche oder politische Themen, gab es prominente Redner. Nun habe man sich „den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zuwenden wollen“, sagte die ehrenamtliche Projektleiterin, Stefanie Strebel: dem Essen und Trinken.

Nüsse und Beeren

„Ein für uns spannendes Thema“, meinte Gastgeber Ralf Lenge von John Deere nach einführenden Klängen der Band Heartheaded, Sieger des Wettbewerbs „KuK rockt²“. Bas Kast, in Landau geboren, zeigt dann ein Bild von sich mit Pommes, dazu Ketchup und Mayonnaise. „Und zum Abendessen gab es eine Tüte Chips. Fand ich cool, heute ist es mir peinlich“, gesteht er.

Denn beim Joggen sei er plötzlich nach einem Kilometer nicht mehr weitergekommen, „als würde eine stählerne Hand mein Herz umschließen“. Daraufhin entschloss er sich, seine Ernährung umzustellen – aber nicht einfach nur etwa auf vegan: „Bier mit Chips ist auch vegan, aber nicht gesund“, so Bas Kast.

Er wertete Tausende von Studien für sein Buch aus. Zwar hätten fast alle Lebensmittel negative wie positive Auswirkungen. Aber einige besonders gesunde Produkte gebe es doch – in erster Linie möglichst unverarbeitete Nahrungsmittel. Ganz oben auf seiner Empfehlungsliste: Hülsenfrüchte, jedes Gemüse und Obst, besonders Beeren, Nüsse und Joghurt. Der sei wegen der Milchsäurebakterien „besonders empfehlenswert“, Bas Kast nennt ihn gar „Schlankmacher“. In jedem Fall gut sei „Nahrung, wie sie auch Großmutter gekannt hat“. Dafür müsse man „Zucker minimieren“.