Mannheim

Journalistin auf Umwegen

Archivartikel

Journalistin, das ist mein Traumberuf. Bis ich das wusste, vergingen 27 Lebensjahre. Es benötigte außerdem einen Schubs meines Professors, um letztendlich den Weg Richtung Journalismus einzuschlagen. Während meines BWL-Studiums wies er mich darauf hin, dass ich vielmehr meiner Leidenschaft – dem Schreiben – nachgehen sollte, anstatt mich mit Bilanzen und ökonomischen Prinzipien herumzuquälen.

Mein Name ist Saskia Hörmann, ich bin 34 Jahre alt und stehe heute kurz vor dem Abschluss meines Volontariats bei der Motor Presse Stuttgart. Weshalb ich momentan die Seiten dieser Zeitung mit betexte, liegt daran, dass ich eine sechswöchige Hospitanz beim „Mannheimer Morgen“ verbringe. Die Zeit in einem anderen Verlag ist fester und wertvoller Bestandteil meiner Ausbildung. Während ich in meinem Heimatverlag die monatlichen Magazine mit Inhalten befülle, lerne ich hier die tagesaktuelle Arbeit kennen. In der Nachrichtenzentrale, als Reporterin und in der Online-Redaktion stehen täglich neue Themen und zugleich neue Herausforderungen für mich an.

Alles auf Anfang mit Ende 20

Herausfordernd war auch das journalistische Studium. In Zeiten, in denen Jugendliche mit 18 das Abitur machen, um dann zu studieren, gehörte ich als 27-Jährige zu den Exoten unter den Erstsemestern. Als älteste Volontärin startete ich dann auch die Ausbildung bei der Motor Presse. In der Redaktion von Europas größtem Reisemobil-Magazin widme ich mich hier ganz dem Thema Camping und Caravaning.

Dass ich weder als Betriebswirtin noch im elterlichen Unternehmen, in dem ich nach dem Abitur mehrere Jahre tätig war, glücklich geworden wäre, weiß ich jetzt. Zurückschauend und mit Blick auf die Zukunft war die Entscheidung für den Journalismus die beste, die ich hätte treffen können. 

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