Mannheim

Krempelmarkt Verschiebung wegen Corona-Pandemie

Jubiläum erst 2021

Archivartikel

Der am Samstag, 16. Mai, auf dem neuen Messplatz vorgesehene Krempelmarkt fällt wegen der Corona-Pandemie aus – und auch der für den 4. Juli ist bereits abgesagt. Ob die weiteren drei für 2020 noch vorgesehenen Termine am 5. September, 24. Oktober und 21. November stattfinden können, ist aber noch offen.

An diesem Samstag wollte der von Uwe Gieseler geführte Trägerverein, das „Projekt Freiraum“, eigentlich auch das 50-jährige Bestehen des Krempelmarktes groß feiern. Aber das Jubiläum soll nun erst 2021 begangen werden. „Zunächst haben wir überlegt, das Jubiläum auf den Oktober-Markt zu verschieben“, so Vorstandsmitglied Frank Just. „Dazu ist die Zeit jetzt aber noch zu unsicher, zumal wir davon ausgehen, dass zu dem Zeitpunkt, an dem wieder Krempelmärkte stattfinden dürfen, es einen starken Run auf den Markt geben wird, da viele Leute derzeit ihre Wohnung und ihren Keller oder Dachspeicher aufräumen“, so Just. „Da können wir mit unserer Vereinsmannschaft nicht noch ein Jubiläum stemmen“, erklärt er.

Erlös für soziale Zwecke

Den ersten Krempelmarkt der neuen Generation gab es 1970 auf dem Parkplatz in N 1, wo heute das Stadthaus steht. Die Männer der ersten Stunde waren Fritz Gärtner aus Käfertal und der – inzwischen verstorbene – frühere „Mannheimer Morgen“-Redakteur Dieter Preuss. Sie scharten einen kleinen Kreis engagierter Ehrenamtlicher um sich, die sich von Anfang an als Bürgerinitiative verstanden und sich „Krempelmarktkomitee“ nannten.

Erst 1994 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister. Vom Paradeplatz wanderte der Krempelmarkt über die Borelly-Grotte und den Goetheplatz rund ums Nationaltheater auf den Neuen Messplatz. Geblieben ist über die Jahrzehnte ein eiserner Grundsatz: Die Überschüsse der Standgebühren werden stets gespendet für soziale, ökologische oder kulturelle Projekte.

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