Mannheim

Geschichte Reihe beschäftigt sich mit Antisemitismus

Judenhass früher und heute

In diesem Jahr beschäftigt sich die Abendakademie auch mit der Frage: „Wie antisemitisch ist Deutschland wirklich?“ Anlass dafür sind für die Volkshochschule nach eigener Aussage aktuelle Zahlen, die zeigen würden, „dass 20 bis 25 Prozent der deutschen Bevölkerung antisemitisch eingestellt sind“. Jetzt gibt es eine Veranstaltungsreihe rund um das Thema Judenfeindlichkeit in Deutschland. Am 7. November beginnt etwa die Ausstellung „Man hat sich hierzulande daran gewöhnt . . .“. Den Vortrag „Wie in der Gesellschaft über Juden gesprochen wird“ hält Heidrun Kämper vom Institut für Deutsche Sprache. Am 27. November befasst sie sich damit, wie sich Judenfeindlichkeit in unserer alltäglichen Sprache zeigt.

Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich aber nicht nur mit Antisemitismus in der heutigen Welt, sondern beinhaltet auch geschichtliche Vorträge. Der Historiker und Journalist Götz Aly spricht am 13. November darüber, „dass der Holocaust nicht allein aus der deutschen Geschichte erklärbar ist“, schreibt die Abendakademie. Am 13. Februar skizziert Thomas Kaufmann von der Universität Göttingen die Judenfeindschaft in der Reformationszeit. Das Seminar „Einmischung erwünscht“ am 9. Februar beschäftigt sich damit, wie man mit Judenhass im persönlichen Umfeld oder auch im Internet umgehen könne. lob