Mannheim

Straftaten

Junge Intensivtäter aus Mannheim machen falsche Altersangaben

Mannheim.Vermeintlich jugendliche Intensivtäter aus dem Maghreb, die im Mannheimer Raum vermehrt wegen Strafverfahren auffällig geworden sind, haben nachweislich falsche Altersangaben gemacht. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg dieser Zeitung bestätigte, wurden bislang 17 Personenfeststellungsverfahren durchgeführt, bei denen sich eine falsche Altersangabe bestätigte. Die vermeintlich minderjährigen Ausländer seien nicht wie angegeben unter 18 Jahre alt, sondern zwischen 18 und 28 Jahre. Die höchsten Abweichungen zwischen dem angegebenen und dem tatsächlichen Alter der Überprüften lagen bei neun und zwölf Jahren.

Die Mannheimer Polizei hatte insgesamt bei 53 straffälligen Flüchtlingen aus dem Maghreb ein derartiges Verfahren beantragt, 36 davon laufen noch. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 93 Personenfeststellungsverfahren in ganz  Baden-Württemberg  durchgeführt , 2018 waren es bereits 64.

Ende 2017 hatte sich der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz an den Innenminister Thomas Strobl gewandt. Er beklagte die häufige Einstellung der Strafverfahren gegen vermeintlich jugendliche Intensivtäter aus dem Maghreb und bat den Minister um Hilfe.

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