Mannheim

Corona Lastwagen-Labor geht Ende Juli in Betrieb

JVA erste Station für Testungen

Archivartikel

Die mobile Corona-Teststation CoVLAB, die am Universitätsklinikum Mannheim beheimatet ist und in deren Entwicklung und Betrieb die Baden-Württemberg Stiftung 1,3 Millionen Euro investiert, soll Ende Juli an den Start gehen. Das teilte die Stiftung am Dienstag mit. Der Labor-Truck wurde entwickelt, um an potenziell Corona-gefährdeten Brennpunkten in ganz Baden-Württemberg Reihentestungen durchzuführen. Damit sollen SARS-CoV-2-Infektionen frühzeitig erkannt werden – auch dann, wenn sich bei Betroffenen noch keine Symptome einer Erkrankung zeigen –, was Infektionsketten verhindern kann.

Ziel der ersten Einsatzwelle von CoVLAB sind Justizvollzugsanstalten im ganzen Bundesland, da sich in diesen Einrichtungen das Virus im Fall einer Infektion besonders schnell ausbreiten könne. Starten soll der 40-Tonner seinen Betrieb am Freitag, 31. Juli an der JVA Mannheim. Dort hatten sich Ende April insgesamt sechs Insassen nachweislich mit dem Virus infiziert.

Andere Vorhaben auf Eis gelegt

Die Idee, kurzfristig ein mobiles Testlabor zu entwickeln, war Ende April gereift, als die Pandemie ihren Höhepunkt erreicht hatte. Medizinischer Leiter des Projekts ist Michael Neumaier, Chef des Instituts für Klinische Chemie an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM). Normalerweise haben derartige Projekte eine deutlich längere Vorlaufzeit. Möglich geworden ist die schnelle Finanzierung, weil die Baden-Württemberg Stiftung andere, bereits beschlossene Vorhaben auf Eis gelegt und frei werdende Gelder für Corona-Soforthilfen umgewidmet hat – insgesamt 3,6 Millionen Euro. Die Stiftung fördert Spitzenmedizin, aber auch Bildung und Kultur. 

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