Mannheim

Geburtstag KKM-Präsident Thomas Dörner wird 60

Kämpfer für die Fasnacht

Archivartikel

„Wenn man ihn nicht sieht, dann hört man ihn“, hat mal jemand über ihn gesagt. Denn sein lautes Lachen, seine ansteckende Fröhlichkeit, sein mitreißender Optimismus und seine große Lebensfreude sind sein Markenzeichen: Thomas Dörner. Am Sonntag wird der Präsident der Karnevalskommission, der ehrenamtlich den Fasnachtszug und damit die mit Abstand größte eintägige Open-Air-Veranstaltung der Stadt organisiert, 60 Jahre alt.

Ob als Organist in der Herz-Jesu-Pfarrei, als Ausbilder bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) oder in Elternbeiräten – ehrenamtlich engagiert war Dörner schon seit Jahrzehnten. Nach Humboldt-Realschule sowie Max-Hachenburg-Berufsfachschule hatte der gebürtige Mannheimer Speditionskaufmann gelernt. Er entwickelte sich zum Experten für knifflige Schwertransporte – etwa die großen Turbinen von Alstom – und ist da bis heute gefragter Spezialist.

Erfolgreicher Prinz 2002

Doch als die Frohnatur 2001 beim (damals letzten) Theaterfasching feierte, passierte es. „Mich hat ja noch keiner gefragt“, sagte Thomas Dörner da spontan über das Amt des Fasnachtsprinzen. Prompt wurde er vom Feuerio gefragt. Schon 2002 durfte er als Prinz „Thomas I. von Transport und Verkehr“ die Fasnacht regieren – und er kam damals prima an, weil er sehr volksnah und lebenslustig auftrat, doch nie irgendwie danebenlag.

Danach wurde aus Thomas Dörner, der vorher einfach gerne feierte, ein sehr aktiver Fasnachter. Er amtierte als Technikminister des Feuerio und legte da großen Wert auf die Motivation der ehrenamtlichen Mannschaft. Auch die ganze Familie des dreifachen Vaters wurde von seiner Begeisterung angesteckt. Seine Tochter Claudia war 2004 Stadtprinzessin, seine Tochter Julia tanzt bis heute in der Feuerio-Garde, und seine Frau Gabi („meine große Liebe“, wie er immer betont), ist bei „Löwenjägern“ wie Feuerio aktiv.

Seit 2014 steht Dörner an der Spitze der Karnevalskommission (KKM), der Dachorganisation aller Mannheimer Karnevalsvereine. Da bewährte er sich als Krisenmanager, meisterte die schwierige Phase des Plankenumbaus und steigender Sicherheitsauflagen, kämpfte erfolgreich bei der Stadt für einen höheren Zuschuss. Aber er scheut sich auch nicht, bei den Vereinen anzuecken, wenn er leidenschaftlich für eine engere Zusammenarbeit und weniger Engstirnigkeit plädiert. 

Zum Thema