Mannheim

Gesundheit Um Jugendliche vor maßlosem Alkoholkonsum zu warnen, startet Krankenkasse Plakatwettbewerb

Kampagne soll Schüler schützen

„Kunst gegen Komasaufen“: Unter diesem Motto startet die DAK-Krankenkasse jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2018 zur Alkoholprävention in Mannheim. Im neunten Jahr werden die besten Plakate gegen das Rauschtrinken gesucht.

Wie die Krankenkasse berichtet, kamen 2016 bundesweit 22 309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, das sind 1,8 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen erstmals seit 2012 wieder gestiegen.

Beim sogenannten Komasaufen gab es 2016 in der Mannheim mit 31 Betroffenen jedoch einen Rückgang um 8,8 Prozent, wie die Krankenkasse berichtet. Experten fordern dennoch verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens besonders unter Jugendlichen.

Junge Künstler beteiligt

Alle Schulen in der Region Mannheim sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit dreizehn Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt.

„Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Solche wichtigen Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen“, sagt Ulrich Fath von der DAK-Gesundheit in Mannheim. „Bei ‚bunt statt blau’ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“ Das, so hofft die Kasse, solle diese Präventionskampagne für die Zielgruppe glaubwürdig machen.

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 87 000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus dem Raum Mannheim. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. Viele Jugendliche überschätzten sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu, so Suchtexperten.

Sonderpreis für Videos

Bei dem deutschlandweiten Plakatwettbewerb gibt es Geld- und Sachpreise zu gewinnen. Außerdem winkt auch 2018 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein selbst erstelltes Video hochlädt, kann neben einem Geldpreis auch eine Eintrittskarte für die Veranstaltung re:publica 2019 in Berlin gewinnen. tan