Mannheim

Gesundheit Zwei Preise für Dermatologie-Professor Cyrill Géraud

Kampf gegen den Hautkrebs

Archivartikel

Er beschäftigt sich mit Mechanismen der Lebermetastasierung beim schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Und er untersucht, wie Patienten mit schnell voranschreitendem Verlauf besser von solchen mit weniger aggressiven Tumoren unterschieden werden können: Cyrill Géraud, Leiter der Sektion Klinische und Molekulare Dermatologie der Universitätsmedizin Mannheim (UMM). Für beide Forschungsansätze wurde der Professor an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie jetzt ausgezeichnet.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) verlieh Géraud anlässlich ihrer 50. Jahrestagung den mit 5000 Euro dotierten Oscar-Gans-Förderpreis. Zuvor hatte ihn die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Histologie (ADH) mit dem G.-K. Steigleder-Preis 2019 gewürdigt, der mit tausend Euro dotiert ist.

Metastasen in der Leber

Die DDG honorierte eine im International Journal of Cancer publizierte Arbeit. Darin geht es nach Angaben der UMM um eine Methodik, „mittels derer der schwarze Hautkrebs präziser klassifiziert und die Prognose von Patienten mit dieser bösartigen Erkrankung besser vorhergesagt werden kann“.

Metastasen in der Leber wiesen „auch unter der Immuntherapie eine schlechte Prognose auf“. Die Wissenschaftler seien den Bedingungen auf der Spur, unter denen sich Metastasen in dem lebenswichtigen Organ ansiedelten. Dabei gehe es um ein „potenzielles Angriffsziel für die pharmakologische Prävention“ und zielgerichtete Therapien“.

Für die Entscheidung über die weitere Behandlung eines Krebspatienten „ist eine möglichst genaue Kenntnis des Status der Erkrankung essenziell“. Einer der „wichtigsten prognostischen Parameter bei Patienten mit malignen Melanomen ist der Status des Wächterlymphknotens, der eine Aussage darüber erlaubt, ob der Tumor bereits metastasiert“, schreibt die UMM zum Hintergrund der Verleihung des Steigleder-Preises. Aber dabei gebe es „große Unterschiede in der Progression der Erkrankung und der Sterblichkeit der Betroffenen“. Diese Unterschiede gelte es zu erkennen und therapeutisch zu nutzen.