Mannheim

Pressekonferenz des Christopher-Street-Day Rhein Neckar e.V.

Katarina Barley: Ehre, den CSD in Mannheim zu repräsentieren

Mannheim.Katarina Barley, Bundesjustiz- und Verbraucherschutzministerin, freut sich über ihre Schirmherrschaft für den heutigen Christopher Street Day (CSD) in Mannheim. Es sei eine besondere Ehre, in einer Multikulti- und toleranten Stadt wie Mannheim den CSD zu repräsentieren, sagte die SPD-Politikerin auf der Pressekonferenz des organisierenden Christopher-Street-Day Rhein Neckar e.V. in den Räumlichkeiten des Vereins für Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar e.V. in der Max-Joseph-Straße. "Es bleibt für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und Intersexuellen noch viel zu tun, aber wir sind auch durch die Verabschiedung der längst überfälligen Ehe für alle auf einem guten Weg."

Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) betonte den symbolischen Wert des heutigen Tages für die ganze Gesellschaft. Die Frage nach Repräsentanz und Toleranz von anderssexuellen Mitbürgern sei ein "Gradmesser für die Frage, wie Vielfalt in Mannheim generell funktioniert". Politik für Gleichheit sei vor allem auch eine lokale politische Angelegenheit, nicht nur eine bundespolitische.

Harald Blaull unterstrich derweil die Wichtigkeit, "dass wir keine Menschen und Familien zweiter Klasse sind". Der Vorsitzende des CSD Rhein-Neckar sieht in dem Motto des heutigen Tages "Mehr Liebe wagen" einen generellen Kampf gegen eine "hasserfüllte und polarisierende Gesellschaft". Blaull sagte: "Wenn wir keine Empathie für andere Minderheiten empfinden, dürfen wir uns nicht beschweren, wenn diese auch keine für uns empfinden."

Unterdessen lobte der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born die generationsübergreifende Zusammenarbeit in Mannheim und der Region bei der Akzeptanz Anderssexueller.

Beim heutigen CSD in der Mannheimer Innenstadt erwarten die Veranstalter mehr als 70000 Teilnehmer. Es werde ein buntes Fest für Vielfalt, Toleranz und ''mehr Liebe wagen".

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