Mannheim

Fernsehsendung „Das Ding des Jahres“-Kandidatin scheidet aus

Katrin Leiber unterliegt im Duell

Archivartikel

Die Mannheimerin Katrin Leiber ist mit der am Dienstagabend ausgestrahlten Fernsehshow „Das Ding des Jahres“ unzufrieden. Die Designerin hatte dort ihre patentierte Erfindung vorgestellt: ein „KLick“-System, das den Austausch von Schuhabsätzen ermöglicht (wir berichteten). Im direkten Vergleich stand die 47-Jährige drei Handtaschendesignerinnen aus München gegenüber und hatte das Nachsehen.

Nach der Vorstellung testeten die prominenten Jurymitglieder die Ideen und beurteilten diese. Die Entscheidung wurde durch das Publikum gefällt: Nur 21 Prozent stimmten für die Idee aus Mannheim. Vor allem ihre Darstellung innerhalb der Sendung löste bei Leiber Unbehagen aus. So sollen wichtige Aufnahmen, beispielsweise Informationen zum „KLick“-System und dessen Patentierung, aus den Originalaufnahmen geschnitten worden sein. „Außerdem ist die Handtasche mit den wechselbaren Klappen keine neue Erfindung, sondern eine Designidee“, sagt Leiber. Das Projekt hätte gar nicht an der Sendung teilnehmen dürfen, erklärt die Mannheimerin, die seit Jahren selbst Handtaschen mit Wechselfront entwirft.

Problematisch sei auch die Rolle der Jury gewesen, die sich zwei Taschen der Konkurrenz ausgesucht habe. Einen Notar habe es auch nicht gegeben. „Rückblickend würde ich nicht noch einmal an diesem Fernsehformat teilnehmen“, erklärt Leiber. Sie möchte sich künftig lieber bei „Hometown Glory“ präsentieren, einer Plattform für Designer, die vom 28. März bis 7. April wieder in Q 6/Q 7 stattfinden soll. 

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