Mannheim

Medizin Henriette Rudolph wird heute ausgezeichnet

Kinderärztin erhält Preis für Forschung

Archivartikel

Die Kinder- und Jugendärztin Henriette Rudolph ist von der europäischen Fachgesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (ESPID) mit dem Nachwuchsforscherpreis für Grundlagenforschung ausgezeichnet worden. Das teilte die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) mit. Heute wird der jungen Ärztin der Preis bei der Jahrestagung der ESPID in Malmö (Schweden) überreicht.

Die Auszeichnung erhält Rudolph für ihre Forschung zur Migration von Immunzellen in das zentrale Nervensystem. Dabei geht es beispielsweise um die virale Meningitis – besser bekannt als Hirnhautentzündung – oder die Multiple Sklerose. Die in das Hirngewebe einwandernden Immunzellen lösen eine sogenannte Neuroinflammation, also eine Entzündung des zentralen Nervensystems, aus und bekämpfen damit die in das Hirn eingedrungenen Krankheitserreger. Die Auswirkungen einer Infektion mit dem E-30-Virus, dem Haupterreger der Hirnhautentzündung, standen dabei im Fokus der Facharbeit. In einer Arbeitsgruppe forschte Rudolph zusammen mit dem Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der UMM, Horst Schroten, und Tobias Tenenbaum.

Seit 2007 in der Kinderklinik

Schroten freut sich für und mit seiner langjährigen Mitarbeiterin: „Die exzellente Forschungsarbeit, die Henriette Rudolph neben ihrer Facharztausbildung und der erst kürzlich abgeschlossenen Ausbildung zur pädiatrischen Infektiologin nach europäischem Curriculum geleistet hat, hat die internationale Anerkennung durch die Fachgesellschaft absolut verdient.“ Rudolph arbeitet seit 2007 in der Kinderklinik der UMM.

Die ESPID zeichnet jährlich bis zu zwei Nachwuchsforscher im Bereich der Kinder-Infektiologie aus.