Mannheim

Kirchturm-Anschlag - Öffentlichkeit von Prozess ausgeschlossen

Archivartikel

Wegen eines Brandanschlags auf einen leeren Kirchturm im Mannheimer Stadtteil Käfertal muss sich ein 25-Jähriger seit Dienstag vor dem Mannheimer Landgericht verantworten. Weil der Mann unter einer schizophrenen Psychose leidet und seine Krankheit im Prozess ausführlich erörtert werden soll, wurde die Öffentlichkeit auf Antrag der Verteidigung von der Verhandlung ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft beantragt die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischem Krankenhaus, weil von dem 25-Jährigen weitere Straftaten zu erwarten seien.

Am 17. Oktober vergangenen Jahres soll der aus Pakistan stammende Mann zusammen mit einem noch nicht identifizierten Mittäter zu der katholischen St. Hildegard-Kirche gefahren sein. Gemäß ihres „gemeinsamen Tatplans“, so die Staatsanwaltschaft, habe der Beschuldigte am Glockenturm zwei Fensterscheiben eingeschlagen. Dann habe der andere Täter eine mitgebrachte Gasflasche und eine brennende Zigarettenschachtel hineingeworfen. Durch die Explosion seien mehrere Fenster zerborsten und im Turm untergebrachte Gegenstände in Brand geraten. Den Sachschaden beziffert die Staatsanwalt auf 6828 Euro.

Für den Prozess sind insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Öffentlich wird nur die Urteilsverkündung sein, die nach jetzigem Stand für den 25. September vorgesehen ist. 

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