Mannheim

Kitas: Betreuung wieder für alle Kinder

Mannheim.Die Stadt Mannheim sowie die freien Träger streben für ihre Kindertagesstätten zum 1. Juli die Rückkehr zu einem „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ an (wir berichteten). Was die pädagogischen Angebote angehe, sei noch keine Rückkehr zum „Normalbetrieb“ möglich, heißt es in einer aktuellen Mitteilung weiter. „Dennoch soll jedes Kind, das eine Kita besucht, ein Betreuungsangebot erhalten – wenn auch gegebenenfalls nicht im selben Umfang wie bislang gewohnt.“

Für die Rückkehr des Kindes in die Tageseinrichtung müssen sich Eltern nicht gesondert anmelden. Sie können sich ab diesem Mittwoch, 24. Juni, direkt mit der Einrichtungsleitung ihrer Kita in Verbindung setzen. Die Eltern, deren Kind in einer Einrichtung der katholischen Kirchengemeinden betreut wird, werden nach Mitteilung der Stadt gesondert angeschrieben.

Ab Juli gilt bei allen Trägern wieder die Beitragspflicht für die Betreuung. Für die städtischen Einrichtungen ist geplant, dass die Gebühren ab Juli entsprechend der jeweiligen Betreuungsform angepasst und möglicherweise gekürzt werden.

Bei den Gebühren für den Mai hatte der Gemeinderat bereits entschieden: Eltern, die keine Notbetreuung wahrnehmen, werden die Gebühren zu erlassen. Auch freie Träger erhalten für diese Fälle wieder eine Erstattung bis zur Höhe der kommunalen Gebühren. In gleicher Weise will die Stadt nun auch mit den Juni-Gebühren verfahren. Endgültig entscheidet der Gemeinderat darüber am 2. Juli. Für Eltern, die bisher Notbetreuung – unabhängig von der Zahl der Tage – in Anspruch genommen haben, fallen die regulären kompletten Monatsgebühren an. Die freien Träger verfahren analog.

Städtische Einrichtungen

In den 53 städtischen Einrichtungen erhalten der Meldung zufolge alle Kinder ein Betreuungsangebot an fünf Tagen in der Woche – allerdings eingeschränkter als im Normalbetrieb. Nur so sei es möglich, alle Kinder wieder aufzunehmen.

Die generellen Öffnungszeiten aller Kinderhäuser sowie die Betreuungszeiten für alle Kinder sollen auf täglich maximal 8 Uhr bis 16.30 Uhr (freitags bis 16 Uhr) angepasst werden. In Krippe und Kindergarten richten sich die Zeiten auch nach Personal. Es gibt  Ganztagesangebote, verlängerte Öffnungszeit (VÖ: 8 Uhr bis 14 Uhr) oder Vormittagsbetreuung (VM neu: 8 Uhr bis 12 Uhr). In den Horten werden Grundschulkinder nach der Schule ab 11.30 Uhr fünfstündig (11.30 Uhr bis 16.30 Uhr, freitags bis 16 Uhr), dreistündig (11.30 Uhr bis 14.30 Uhr) oder zweistündig (11.30 Uhr bis 13.30 Uhr) betreut.

Die Gebühren sollen entsprechend angepasst werden. Kinder, die die Kita im Rahmen der Notbetreuung besuchen, behalten ihren Platz.

Ab Herbst soll den Angaben der Stadt zufolge jedes Kind im Krippen- und Kindergartenbereich der städtischen Kitas zumindest das Angebot eines VÖ-Platzes (verlängerte Öffnungszeit bis 14 Uhr) sowie im Hortbereich eine fünfstündige Nachmittagsbetreuung erhalten. Zudem plane man eine Erweiterung der Randzeitenbetreuung für den Herbst. "Hierfür ist allerdings zusätzliches Personal erforderlich, um das sich die Stadt derzeit bemüht." Die Entscheidung über das Konzept treffe der Gemeinderat.