Mannheim

Nationaltheater SPD-Fraktion legt sich jetzt fest

Klares Bekenntnis zur Generalsanierung

Archivartikel

Viel klarer als bisher hat sich die SPD-Gemeinderatsfraktion zur Generalsanierung des Nationaltheaters bekannt. Sie sei „notwendig und richtig“, erklärte Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer nach einer internen Beratung der Sozialdemokraten: „Dies ist unsere feste Überzeugung nach allen Informationen, die uns vorliegen“, sagte Eisenhauer.

Zuletzt hatten sich SPD-Vertreter deutlich zurückhaltender geäußert. Noch im April kritisierte der kulturpolitische Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, Thorsten Riehle, im Kulturausschuss, dass „die Sanierung als alternativlos bezeichnet“ werde. „Ist es klug, eine Diskussion darüber, ob ein Neubau nicht auch Vorteile haben kann, vom Tisch zu wischen?“, fragte Riehle seinerzeit.

Davon ist keine Rede mehr. „Der Oberbürgermeister hat gegenüber dem Gemeinderat sehr klar erläutert, wie transparent und stringent das Verfahren betrieben wurde. Wir haben jetzt eine gute Entscheidungsgrundlage“, so Eisenhauer. Zugleich weist er die Kritik der CDU wegen mangelnder Transparenz am Verfahren zur Kostenfeststellung als „nicht nachvollziehbar“ zurück.

Doch nun wolle sich die SPD „auf die Frage konzentrieren, wie die Sanierung finanziert werden kann“, so ihr Fraktionschef. Dafür seien Bund, Land und privates Engagement erforderlich. „Nur mit allen Kräften vereint können wir die notwendige finanzielle Unterstützung für das Nationaltheater erreichen. Klar ist, dass es die Stadt alleine nicht stemmen kann“, meinte Eisenhauer.

„Strahlkraft über Mannheim“

„Wir brauchen das Nationaltheater mit seiner Strahlkraft weit über Mannheim hinaus. Vor allem brauchen wir es aber für die Mannheimer“, wird Riehle in der Mitteilung zitiert. Ein generalsaniertes Haus könne und solle aber nach dem Willen der SPD „noch stärkerer Bestandteil der Stadtgesellschaft werden“, so Riehle. Die SPD wolle dieses Thema „und die bevorstehenden Aufgaben stärker in die Stadtgesellschaft hineintragen“. pwr