Mannheim

Kleiner Kasten sammelt Beweismaterial für beide Seiten

Archivartikel

7 senkrecht: Mit einem schrillen Piepton erwacht der schwarze Kasten am Revers der Polizistin zum Leben. In der Mitte signalisiert ein grünes Licht: 60 Sekunden lang wird nun alles aufgenommen, was sich vor der Beamtin abspielt – und das in Dauerschleife. Beim sogenannten Pre-Recording überschreiben sich die kurzen Vorab-Aufnahmen automatisch nach einer Minute, solange bis die Trägerin mit einem Fingerdruck die zweite Aufnahme startet. Dass langfristig gefilmt wird, zeigt ein rotes Licht an. „Viele Leute haben uns darauf angesprochen und wollten wissen, wie und wie lange die Daten gespeichert werden“, erklärt Polizeikommissarin Theresa Kohout (rechts im Bild). Sie war eine der ersten Beamtinnen des Polizeipräsidiums Mannheim, die seit der Einführung im März 2019 damit auf Streife gehen. Im Englischen nennt man sie „Bodycams“, weil sie direkt am Körper getragen werden. Wir suchen den allgemeinen deutschen Ausdruck für dieses Hilfsmittel, das Polizisten vor Gewalt schützen soll und deren Aufnahmen Betroffene einsehen dürfen. lia

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