Mannheim

Umweltpolitik Grüne wollen Offensive starten

„Klimaschutz schneller umsetzen“

Mehr Klimaschutz, und vor allem schneller als bisher – das wollen die Grünen im Gemeinderat jetzt umsetzen und bekräftigen ihre Forderung nach Ausrufung des Klimanotfalls. Fraktionsvorsitzende Melis Sekmen: „Mit einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik in den Bereichen Städtebau, Verkehr und Energie werden große und positive Auswirkungen für das Klima erzielt“. Bei den Haushaltsberatungen im Herbst wollen die Grünen dazu die Weichen stellen. Zum einen soll das städtische Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2009 fortgeschrieben werden, zum anderen soll eine „konsequente und zentrale Koordination der Klimaschutzmaßnahmen eingerichtet werden“.

Damit zielen die Grünen auf aktiven Klimaschutz. Zum Beispiel durch die Vermeidung des Treibhausgases Kohlendioxid, etwa durch verpflichtende Vorgaben wie Solardächer bei Neubauten, die Verbesserung von Bus- und Bahnverkehr, den Aus- und Neubau von Radwegen sowie einer Fuß- und Radverkehrsbrücke nach Ludwigshafen. Zudem soll die Stadt bei der Energiewende Tempo machen. Klimaneutrale Ausstattung und Bezug von Ökostrom in städtischen Einrichtungen und Tochtergesellschaften soll verpflichtend vorgeschrieben werden. Außerdem wollen die Grünen, dass Mannheim sich zum Kohleausstieg bekennt.

Auch die Abmilderung der bereits spürbaren Folgen des Klimawandels wollen die Grünen in den Blick nehmen. Deswegen soll die Stadt keine privaten „Schottergärten“ mehr erlauben, öffentliche Trinkwasserbrunnen einrichten und generell Hitzeschutz im Sommer einplanen. Die Begrünung öffentlicher Flächen und die Pflanzung neuer Bäume werden ebenfalls gefordert.

Damit auch private Hausbesitzer mitmachen können, soll die Förderung von Dach- und Fassedenbegrünung sowie die Entsiegelung von Höfen und Vorgärten verstärkt finanziell gefördert werden. Mit einer bereits begonnenen Werbekampagne wirbt die Mannheimer Klimaschutzagentur für das kommunale Förderprogramm.

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